SVP Zug nominiert Aeschi für Kandidatur
Aeschi soll Bundesrat werden – zögert aber noch

Die SVP Zug geht auf Nummer sicher und nominiert Fraktionschef Thomas Aeschi vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Aeschi selber aber zögert noch.
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SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi soll Bundesrat werden – oder doch nicht?
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

  • Die SVP Zug nominiert Thomas Aeschi vorsorglich für die Nachfolge von Guy Parmelin vor Fristablauf
  • Aeschi hat seinen Entscheid noch nicht gefällt und will in den kommenden Wochen Gespräche führen
  • Aeschi wartet Anhörungen ab und tritt nun als Mitglied der Findungskommission in den Ausstand
Daniel Ballmer, Redaktor Politik beim Blick
Daniel BallmerRedaktor Politik

Will er? Oder doch nicht? In Bundesbern geht man davon aus, dass SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (47) durchaus Bundesrat werden möchte. Er möchte aber nicht nochmals den Kürzeren ziehen. 2015 war er im Bundesratsrennen gegen Guy Parmelin (66) gescheitert – den er nun beerben könnte.

Die Parteileitung der SVP Zug geht daher auf Nummer sicher: Sie nominiert Aeschi vor Ablauf der Bewerbungsfrist am Freitagmittag vorsorglich als Kandidaten. Damit gibt sie ihm nochmals ein paar Tage und Wochen, um seine Chancen weiter auszuloten. Oder wie es die Kantonalpartei formuliert: «Sein persönlicher Entscheid über eine Kandidatur steht noch aus.»

Aeschi will sich viel Bedenkzeit lassen

Im Vergleich zu den restlichen Kandidaturen ist es ein ungewöhnliches Vorgehen. Denn diese mussten ihre Absichten bereits unmissverständlich anmelden. Wie Aeschi in der Mitteilung seiner Kantonalpartei zitiert wird, wolle er jedoch zuerst «in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit meiner Familie, meinen Fraktionskolleginnen und -kollegen, Vertretern der anderen Parteien in der Vereinigten Bundesversammlung und weiteren Personen führen».

Auch die Anhörungen der Findungskommission wartet der Zuger Nationalrat lieber noch ab. Dazu kommt: Aeschi ist eigentlich selbst Teil dieser Kommission. Er trete per sofort bis zur Bundesratswahl am 9. Dezember in den Ausstand, teilt er mit.

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