Leser bedauern Entscheid ihrer Topfavoritin
«Natalie Rickli hätte eine gute Bundesrätin abgegeben»

Mit Natalie Ricklis Verzicht auf eine Bundesratskandidatur ist eine der Topfavoritinnen der Blick-Leser aus dem Rennen. In der Community sorgt das für Enttäuschung. Kritiker bringen alte Vorwürfe wieder aufs Tapet.
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Natalie Rickli möchte nicht SVP-Bundesrätin werden. Das gab sie am Montag auf Instagram bekannt.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Natalie Rickli verzichtet auf eine Bundesratskandidatur
  • In der Community sorgt ihr Entscheid für Enttäuschung
  • Kritiker erinnern an die Corona-Zeit und bemängeln die Situation im Zürcher Spitalwesen
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Eva KunzSenior Community Editorin

«Ich verzichte auf eine Bundesratskandidatur»: Mit diesen Worten lässt Natalie Rickli (49) einen Traum der Community-Mehrheit platzen. Die ehemalige SVP-Nationalrätin und heutige Zürcher Regierungsrätin war bisher mit Abstand die Favoritin der Leserinnen und Leser, was die Nachfolge für Noch-Bundesrat Guy Parmelin anbelangt. «Unbedingt die Rickli», kommentierte etwa Leser Peter Schädeli. Für ihn, wie für viele andere aus der Community, galt sie als die Kandidatin, die wirklich gewillt sei, «die vielen anstehenden Probleme zu lösen».

Ihren Verzicht begründet Rickli mit den Zürcher Regierungsratswahlen im April 2027: Als Gesundheitsdirektorin wolle sie ihre Verantwortung im Kanton wahrnehmen und zur Stabilität der Regierung beitragen, da nur drei der sieben Regierungsmitglieder erneut antreten.

«Mit Abstand beste mögliche SVP-Kandidatin»

Die Enttäuschung in der Community ist gross. «Die beste Kandidatin verzichtet», bedauert Mathias Kasdorf Ricklis Entscheidung. «Sehr schade!», fasst sich Beat Müller kurz.

Ebenso beginnt Thomas Kaufmann seinen Beitrag: «Mit Abstand die beste mögliche kandidierende Person der SVP. Vielleicht passt es in ein paar Jahren besser als jetzt.» Auch Michael Stettler ist sich sicher: «Sie hätte eine gute Bundesrätin abgegeben.» Er verstehe aber die Beweggründe für ihr Nein zu einer Kandidatur und schliesst seinen Kommentar mit: «Alles Gute, Frau Rickli.» Heinz Bucher beklagt ihre Entscheidung ebenfalls: «Schade, aber Zürich braucht diese Frau dringender.»

Kritikpunkte aus der Vergangenheit

Die Zürcher SVP-Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin war allerdings längst nicht für alle in der Community eine Wunschkandidatin. Einige halten Rickli grundsätzlich für ungeeignet als Bundesrätin, andere erinnern an frühere Kritikpunkte. «Gott sei Dank. Wir haben die Corona-Zeit nicht vergessen, Frau Rickli», kommentiert Bruno Schmid. Damit spielt er auf Ricklis Umgang mit der Pandemie an. Einzelne Schutzmassnahmen, von denen sie sich später distanzierte, werden ihr von manchen bis heute vorgehalten.

Auch die Situation im Zürcher Spitalwesen sorgt in der Kommentarspalte für Unmut. Einige Kommentatoren sprechen zugespitzt von «Spitalchaos» und machen die Gesundheitsdirektorin mitverantwortlich. Andere verteidigen sie wiederum: «Das Unispital-Chaos hat sie von ihrem Vorgänger geerbt und zu einem kompetenten Abschluss gebracht», schreibt Roland Greter.

Mit Ricklis Verzicht sind alle Topfavoriten der Blick-Leser vom Tisch. «Schade, dass die SVP offensichtlich Mühe hat, wirklich starke Bundesratskandidaten zu finden», kommentiert Danny Beck.

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