Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli (49) will nicht Bundesrätin werden. Das teilte sie in den sozialen Medien am Montag mit. «Eine Zürcher Vertretung im Bundesrat ist gerechtfertigt und wäre wichtig», schreibt Rickli zwar. Sie begründet ihren Verzicht aber mit den Zürcher Regierungsratswahlen im nächsten Frühling. «Der Kanton Zürich als grösster Kanton braucht eine stabile Regierung in diesen herausfordernden Zeiten. Da nur drei von sieben Regierungsräten bei den Wahlen im April 2027 wieder antreten, will ich meine Verantwortung im Kanton Zürich wahrnehmen.»
Rickli bedankt sich für Unterstützung
In Ihrer Nachricht auf Instagram bedankt sie sich auch für die Unterstützung in den letzten 30 Jahren in welchen sie bisher politisch aktiv war. «Es sind die Menschen und Begegnungen, die zählen im Leben, sei das unter Freunden, beim Sport, bei der Arbeit oder in der Politik – und nicht die Hater, die in den Kommentarspalten und auf Social Media anonym ihren persönlichen Frust an anderen rauslassen.»
Als ehemalige SVP-Nationalrätin und nun Zürcher Regierungsrätin hätte sie sowohl Regierungserfahrung als auch Erfahrung auf Bundesebene mitgebracht. Entsprechend zählte sie zu den meistgenannten möglichen Kandidatinnen für die Nachfolge von Guy Parmelin (66) im Bundesrat. Mit Ihrem Ausscheiden wächst die Liste der Absagen aus SVP Reihen weiter an. Bisher hat erst die Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz (47) ihre Kandidatur bekannt gegeben.
Weitere Interessenten dürften noch diese Woche folgen. Die Meldefrist für Kandidaturen läuft an diesem Freitag, dem 23. Oktober, ab.