St. Galler SP ist stinksauer
«Shopping Days» am Tag der Arbeit

Ausgerechnet am Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter präsentiert das St. Galler Gewerbe seine Konsumgüter. Die Sozialdemokraten sind erzürnt.
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Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren ein zentraler Gedenktag der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am 1. Mai finden in St. Gallen die «Pick! Shopping Days» statt
  • Die SP kritisiert diesen Konsumfokus, der anstelle einer Würdigung der Bedeutung des Tags der Arbeit stattfindet
  • Die Partei hat deshalb eine einfache Anfrage an den Stadtrat
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Simone SteinerBundeshausredaktorin

In St. Gallen finden ausgerechnet am Tag der Arbeit die «Pick! Shopping Days» statt. Das Gewerbe präsentiert dann (1. und 2. Mai) sein Einkaufs- und Gastronomieangebot. Mitfinanziert wird der Anlass von der Stadt. Die lokale SP ist empört!

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«Am Tag der Arbeit sollten nicht der Kauf und der Konsum im Zentrum stehen, sondern die zentrale Rolle der Arbeiterinnen und Arbeiter für unsere Gesellschaft und ihre Anliegen», sagt die SP-Stadtparlamentarierin Alice Froidevaux. 

Einkaufstourismus im Kanton

Zusammen mit ihrem SP-Parlamentskollegen Christoph Kobel hat sie deshalb diese einfache Anfrage beim Stadtparlament eingereicht: Wie rechtfertigt der Stadtrat die Förderung der «Pick! Shopping Days» am 1. Mai, und wie will er künftig die gesellschaftliche Bedeutung dieses Tages stärker berücksichtigen?

Im Vergleich zu den umliegenden Kantonen ist der 1. Mai in St. Gallen kein Feiertag. Dies führt zu Einkaufstourismus im Ostschweizer Kanton. Die SPler betonen, dass sie eine lebendige Innenstadt sowie die Förderung eines starken lokalen Gewerbes unterstützen. Dass der kommerzielle Anlass genau am Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter stattfindet, sei aber problematisch.

«Statt an soziale Ungleichheiten und faire Arbeitsbedingungen zu erinnern, werden in St. Gallen am 1. Mai Konsum und Shopping angeheizt», sagt Kobel. Die SP erwartet vom Stadtrat, dass er mehr gesellschaftliche Verantwortung und ein klares Bekenntnis zur sozialpolitischen Bedeutung des 1. Mai übernimmt.

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