Darum gehts
- Hildegard Fässler starb am 17. Juni mit fast 75 Jahren
- 16 Jahre Nationalrätin, scheiterte 2010 an Bundesratskandidatur
- SP-Co-Präsident Wermuth würdigt ihren Einsatz und bleibenden Einfluss in Bern
Hildegard Fässler ist tot. Die ehemalige SP-Fraktionschefin im Bundeshaus verstarb bereits am 17. Juni – kurz vor ihrem 75. Geburtstag. So teilt es ihre Familie in einer Todesanzeige mit. «Nach langer, mit grosser Geduld ertragener Krankheit hat ihr Herz aufgehört zu schlagen», schreiben die Angehörigen.
Fässler amtete ganze 16 Jahre – vier Legislaturen – als Nationalrätin, bevor sie 2013 ihren Rücktritt gab. 2010 wollte sie in den Bundesrat, als Nachfolgerin von SP-Verkehrsminister Moritz Leuenberger (79). Die St. Gallerin wurde zwar von ihrer Kantonalpartei nominiert, schaffte danach aber nicht den Sprung auf das nationale Zweierticket.
SP-Spitze kondoliert
Vor ihrer Tätigkeit in Bundesbern war die studierte Mathematikerin und Mittelschullehrerin auch vier Jahre im St. Galler Kantonsparlament vertreten. Von 2001 bis 2004 präsidierte sie zudem die kantonale SP-Sektion.
Für ihren langjährigen Dienst für die Sozialdemokratie zollt auch die aktuelle Parteispitze Tribut: «Hilde hat ihr Leben lang gekämpft», schreibt der SP-Co-Präsident Cédric Wermuth (40), für kurze Zeit auch Fässlers Weggefährte im Nationalrat, auf Instagram. «Diese Energie hat mir immer imponiert. Ihre Spuren in Bern sind gross.»