«Das Wallis ist etwas kritisch»
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Seitenhieb von Keller-Sutter:«Das Wallis ist etwas kritisch»

«Rechtsstaatlich nicht immer auf der Höhe»
Hier teilt Karin Keller-Sutter im Rat gegen das Wallis aus

Finanzministerin Karin Keller-Sutter sorgt im Ständerat für einen Lacher: Während der Debatte über ein Abkommen mit Simbabwe zielt sie plötzlich auf das Wallis.
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Finanzministerin Karin Keller-Sutter kann durchaus auch mit lockeren Sprüchen auffallen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Karin Keller-Sutter sorgt im Ständerat für Unterhaltung mit spitzen Bemerkungen
  • Sie kritisiert das Wallis während einer Debatte über Simbabwes Doppelbesteuerung
  • Beat Rieder nennt Simbabwe problematisch, Keller-Sutter kontert mit humorvoller Spitze
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Finanzministerin Karin Keller-Sutter (62, FDP) ist sich nicht zu schade, gelegentlich mit verschmitzten Sticheleien aufzufallen. Letztes Jahr brachte sie damit selbst den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (70) in Verlegenheit. «In vermintem Gelände sind alle Männer Gentlemen – nach dem Motto: Ladys first!», antwortete sie auf eine Journalistenfrage zu den US-Zöllen, als Merz ihr dazu zuerst das Wort überliess.

Im Parlament sorgte Keller-Sutter diese Woche erneut für allgemeine Erheiterung. Während der Debatte im Ständerat – es ging um ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Simbabwe – nahm sie plötzlich das Wallis in die Schusslinie.

Kritik am Deal mit Simbabwe

Im Stöckli diskutieren an diesem Donnerstagmorgen die Parlamentarier eigentlich nur, ob denn mit dem afrikanischen Land tatsächlich ein solches Abkommen eingegangen werden soll. «Wir winken hier jedes Jahr x Staatsverträge durch, ohne uns vielleicht auch materiell einmal mit diesen Ländern, mit denen wir Verträge abschliessen, zu befassen», sagt dazu Mitte-Ständerat Beat Rieder (63). Simbabwe sei ein äusserst problematischer und autoritär regierter Staat, so der Walliser.

Keller-Sutter kontert Rieder: «Es gäbe noch andere Länder, die man erwähnen müsste, die uns vielleicht eigentlich näherstehen, aber die vielleicht rechtsstaatlich auch nicht immer ganz auf der Höhe sind», sagt die Bundesrätin. «Am Schluss können wahrscheinlich nur noch Bern mit dem Wallis und St. Gallen mit dem Thurgau Handel treiben, oder?» Die Parlamentsmitglieder reagieren bereits auf diesen Spruch heiter.

«Ich möchte nicht zynisch sein»

Beim Heimatkanton ihres Vorredners rudert Keller-Sutter dann jedoch sogleich zurück: «Gut, das Wallis ist etwas kritisch.» Im Saal wird es sogleich laut. «Ich möchte nicht zynisch sein», fügt die Finanzministerin noch an, «aber das ist schon auch etwas die Problematik, die wir hier haben, wenn man auch nach moralischen Kategorien und unseren Massstäben bewertet.»

Und macht damit deutlich: Das Wallis genügt den Schweizer Massstäben aus ihrer Sicht höchstens halbwegs.

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