Darum gehts
- Pruntrut JU will ab 23. Mai erneut Badizugang beschränken
- Einheimische protestieren gegen Ausschluss junger Männer aus Frankreich
- 17 Personen reichten Beschwerde mit neunseitigem Dokument beim Kanton Jura ein
Es gibt Widerstand gegen die Badiregeln in Pruntrut bezüglich Zugangsbeschränkungen. Zur Erinnerung: Vergangenen Sommer hatte die Stadt im Jura ein Eintrittsverbot für Nichtansässige verhängt. Gerichtet war es vor allem gegen junge Männer aus dem grenznahen Frankreich, die für Ärger sorgten.
Auch dieses Jahr will Pruntrut die Regeln wieder umsetzen. Doch nun wehren sich Einheimische dagegen. Ein neunseitiges Dokument, das von 17 Gemeindevertretern und Bürgern unterzeichnet wurde, fordert den Kanton auf, das Vorgehen nicht zu genehmigen. Das berichtet RTS.
Erst im März hatte die Legislative von Pruntrut eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen beschlossen. Ein neuer Artikel ermöglicht es der Gemeindespitze seither explizit, «Massnahmen zu ergreifen, um den Zugang zum städtischen Schwimmbad zu organisieren» und «die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Gesundheit zu gewährleisten».
Gefahr der Diskriminierung?
Die Gegner kritisieren diese Ziele nicht. Sie sehen in der neuen Regelung jedoch eine Verletzung von Verfassungsgrundsätzen und die Gefahr der Diskriminierung. Die kantonale Behörde, die für kommunale Angelegenheiten zuständig ist, muss sich möglicherweise dazu äussern.
Das Schwimmbad im jurassischen Städtchen wird seine Türen am Samstag, 23. Mai, öffnen. Aber wer darf dann ins Wasser?