Neues Abkommen nach Brexit
Parmelins Deal mit Grossbritannien ist in trockenen Tüchern

Die Schweiz und Grossbritannien vertiefen ihre Wirtschaftsbeziehungen: Ein neues Freihandelsabkommen modernisiere den Handel und stärke den Marktzugang, teilt der Bund mit. Guy Parmelin und Peter Kyle verkündeten den Deal am Montag in Bern.
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Nach drei Jahren Verhandlungen steht ein neues Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien, wie das Wirtschaftsdepartement von Guy Parmelin mitteilt.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz und Grossbritannien schliessen neues Freihandelsabkommen in Bern ab
  • Abkommen verbessert Marktzugang und regelt digitale sowie finanzielle Dienstleistungen
  • Unterzeichnung des Vertrags soll noch 2026 erfolgen
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Die Schweiz und Grossbritannien haben ein neues Freihandelsabkommen. Das teilt das Wirtschaftsdepartement (WBF) von Bundespräsident Guy Parmelin (66, SVP) am Montag mit. Um den Handelspakt bekanntzugeben, traf sich Parmelin in Bern mit dem britischen Wirtschaftsminister Peter Kyle (55).

Bis zum Brexit vor rund sechs Jahren lief der freie Handel zwischen der Schweiz und Grossbritannien noch über das EU-Abkommen. Seither sind sie gezwungen, ihre Beziehungen selbst neu aufzugleisen. 2023 entschieden sich die beiden Länder, dass nicht mehr bloss der «Status quo» vor der EU-Abspaltung in einem provisorischen Abkommen beibehalten, sondern die bilaterale Zusammenarbeit gar ausgebaut werden soll.

Verbesserter Marktzugang

Das neue Abkommen modernisiere und erweitere die bisherigen Handelsbeziehungen, die seit dem Brexit mit einem sogenannten «Mind the Gap»-Ansatz aufrechterhalten wurden, schreibt das WBF in einer Mitteilung. «Es schafft eine zukunftsweisende Grundlage für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen», so Parmelins Departement. Es sichere nicht nur die bestehenden Vorteile im Warenhandel, sondern verbessere auch den Marktzugang in spezifischen Bereichen.

Neu geregelt würden zudem der Handel mit Dienstleistungen, Investitionen, die Mobilität von Dienstleistungserbringenden und der digitale Handel. Auch Themen wie Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, öffentliches Beschaffungswesen, geistiges Eigentum, Nachhaltigkeit und die Unterstützung von KMU würden neu berücksichtigt.

«Geopolitisches Signal»

«Der Abschluss setzt zugleich ein geopolitisches Signal», teilt das WBF mit. «Zwei bedeutende europäische Wirtschaftskräfte ausserhalb der EU» würden damit ihre Partnerschaft vertiefen und auf offene Märkte, verlässliche Regeln und eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit setzen. Dies «in einem von zunehmender Fragmentierung und handelspolitischer Unsicherheit geprägten Umfeld».

Zuerst werde das Abkommen rechtlich bereinigt, danach sei es bereit zur Unterzeichnung – und zwar noch dieses Jahr. Anschliessend liegt es an den beiden Ländern, den Vertrag auch innerstaatlich zu genehmigen.

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