Keine Ausfälle mehr
Schweiz führt Offline-Kartenzahlung für Notfälle ein

Ab 2027 können Lebensmittel und Medikamente in der Schweiz auch bei Netzstörungen per Karte bezahlt werden. Bund und Zahlungsbranche starten schrittweise die Einführung von Offline-Kartenzahlungen.
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Kartenzahlungen sollen künftig auch offline möglich sein.
Foto: Imago/Bernd Feil/M.i.S.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz führt Offline-Kartenzahlungen für Notfälle bis Ende 2027 ein
  • Erstes Land in Zentraleuropa mit solcher Zahlungsresilienz-Lösung
  • Ziel: Abdeckung Lebensmittelsektor, bereits viele Banken und Händler beteiligt
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Schluss mit Ausfällen an den Kartenterminals! Wie die Wirtschaftliche Landesversorgung mitteilt, haben sich der Bund, die Schweizerische Nationalbank und die Zahlungsbranche auf eine Lösung für Offline-Kartenzahlungen geeinigt.

Mit der Massnahme können lebenswichtige Güter wie Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff zukünftig auch bei technischen Störungen mit der Karte bezahlt werden, schreibt das Bundesamt am Montag in einer Mitteilung.

Erstes Land in Zentraleuropa

Offline-Kartenzahlungen ermöglichen es, Transaktionen auch ohne bestehende Datenverbindung durchzuführen. Die Zahlung wird auf dem Kartenlesegerät gespeichert und erst bei Wiederherstellung der Verbindung verarbeitet. Voraussetzung ist die Nutzung einer physischen Debit- oder Kreditkarte mit PIN-Eingabe, zusätzliche Zahlungskarten sind nicht erforderlich. Die Lesegeräte müssen lediglich neu konfiguriert und mit Strom – über das Netz, Akkus oder Generatoren – betrieben werden.

Die Einführung erfolgt schrittweise, mit dem Ziel, bis Ende 2027 eine flächendeckende Umsetzung zu erreichen. Bereits heute haben sich laut dem Bund zahlreiche Banken und Detailhändler der Absichtserklärung angeschlossen, die einen Grossteil des Lebensmittelhandels abdeckt.

Damit sei die Schweiz das erste Land in Zentraleuropa, das eine solche Lösung zur Erhöhung der Resilienz im Zahlungsverkehr umsetzt. Nur in Schweden würden die Offline-Kartenzahlungen bereits eingesetzt. Zudem seien ähnliche Modelle in nordeuropäischen Ländern wie Finnland, Norwegen sowie im baltischen Estland aktuell in Planung.

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