Resultate aus Zürich
Grünen-Glättli schnappt FDP-Sitz im Stadtrat weg

Zürich bleibt fest in linker Hand: Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli knöpft der FDP einen Sitz in der Stadtregierung ab. Neu sind sieben der neun Sitze in der Hand von SP und Grünen. Auch beim Zürcher Stadtpräsidium liegt der SP-Kandidat mit Abstand vorne.
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SP-Stadtrat Raphael Golta verpasst die Wahl fürs Stadtpräsidium nur knapp.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli holt dritten Stadtratssitz für seine Partei - auf Kosten der FDP
  • SP-Kandidat Raphael Golta holt beim Stadtpräsidium Top-Resultat, verpasst aber das absolute Mehr
  • SP, Grüne und Alternative Liste verteidigen hauchdünne Mehrheit im Stadtparlament
Lucien Fluri
Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Die Stadt Zürich bleibt fest in linker Hand. Das zeigen die Wahlen vom Sonntag. Zwar fiel beim Zürcher Stadtpräsidium kein Entscheid. SP-Stadtrat Raphael Golta holte aber mit Abstand das beste Resultat und distanzierte FDP-Herausforderer Përparim Avdili deutlich. Nun kommt es am 10. Mai zu einem zweiten Wahlgang um die Nachfolge der abtretenden Corine Mauch (SP).

Raphael Golta machte im Rennen ums Stadtpräsidium 54'832 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 57'562 Stimmen. Avdili erreichte 28’503 Stimmen.

Von den Kandidierenden des ersten Wahlgangs kann einzig Golta in der zweiten Runde antreten; alle übrigen schafften den Sprung in den Stadtrat nicht. Die anderen am Sonntag Gewählten, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, dürften antreten.

Grünen-Glättli knöpft FDP Sitz ab

Auch im Stadtrat erreichte die Linke einen Erfolg. Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli holt für seine Partei einen dritten Sitz - auf Kosten der FDP. Diese verliert ihren zweiten Sitz und ist nur noch mit dem Bisherigen Michael Baumer im Stadtrat vertreten. FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger war nicht mehr angetreten.

Die SP verteidigt ihre vier Sitze problemlos und die GLP behält ihren einzigen Sitz. Neu sind sieben der neun Sitze in links-grüner Hand.

Für die SP neu gewählt wurden Nationalrätin Céline Widmer und Tobias Langenegger. Wiedergewählt wurden, neben Raphael Golta auch Simone Brander (SP), Daniel Leupi (Grüne), Karin Rykart (Grüne), Michael Baumer (FDP) sowie Andreas Hauri (GLP).

Bürgerliche gewinnen, Linke verteidigt Mehrheit

Auch der Gemeinderat bleibt in linker Hand. Die hauchdünne linke Mehrheit – 63 der 125 Sitze – bleibt im Stadtparlament bestehen. Die SP hat neu 41 Sitze (+4), die Grünen haben 14 Sitze (-4). Die Alternative Liste hat weiterhin acht Sitze.

Die Mitte holt sieben Sitze (+1), die GLP verliert zwei und kommt neu auf 15 Sitze. FDP und SVP gewinnen zwei Sitze. Die FDP hat neu 24 Sitze, die SVP kommt auf 16. Die EVP fliegt aus dem Gemeinderat, sie erreichte die 5-Prozent-Hürde nicht.

Auch in Winterthur gibt es einen zweiten Wahlgang

Auch in Winterthur gibt es noch keinen neuen Stadtpräsidenten. Kaspar Bopp (SP) und Stefan Fritschi (FDP) müssen in einen zweiten Wahlgang. Dieser dürfte wieder zur Zitterpartie werden. Das Kopf-an-Kopf-Rennen endete am Sonntag mit einem hauchdünnen Vorsprung von 671 Stimmen - für Bopp. Er verpasste aber das absolute Mehr. SP-Mann Bopp galt in der eher linken Stadt als klarer Favorit und wurde von Fritschi auf den letzten Metern noch eingeholt.

Im Winterthurer Stadtrat konnte die GLP ihren Sitz nicht verteidigen. Sie fliegt aus der Stadtregierung. Dafür hat die FDP neu zwei Sitze. Die Mitte und die Grünen haben weiterhin einen Sitz. Die SP behält ihre drei Sitze.

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