Geschenk für Handelsbeauftragten Jamieson Greer
Parmelin reist mit Buch zur Schweizer Verfassung in die USA

Guy Parmelin reist nach Washington, um mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer über Zölle zu verhandeln. Statt teurer Geschenke überreicht er ein Buch zur Schweizer Verfassungsgeschichte – Kostenpunkt: 27 Franken.
Kommentieren
1/5
Am Montag fliegt Guy Parmelin für Zollverhandlungen in die USA.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bundespräsident Parmelin verhandelt in Washington über Zölle mit US-Vertretern
  • Er schenkt ein Buch zur Schweizer Verfassungsgeschichte, Kosten: 27 Franken
  • Das Buch umfasst 88 Seiten, erschien 2023 zur Verfassungsausstellung
RMS_Portrait_AUTOR_817.JPG
Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Kommt es während der WM zum Schlussspurt? Am Montag reiste Bundespräsident Guy Parmelin (66) nach Washington (USA), um mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer (45) erneut über die Zölle zu verhandeln.

Mit im Gepäck: ein Sachbuch zur Schweizer Verfassungsgeschichte sowie die Festschrift des Landesmuseums zu 175 Jahren Bundesverfassung. Dieses will Parmelin als Geschenk überreichen, wie «20 Minuten» berichtet. Kostenpunkt: knapp 27 Franken.

Geschichte auf 88 Seiten

Im Vergleich zu früheren Umgarnungsversuchen ist es also ein eher bescheidenes Präsent, das Parmelin an Greer übergeben möchte. Der Grund für die nüchterne Bescherung? Jamieson Greer habe kürzlich «Interesse an der Schweizer Verfassungsgeschichte gezeigt», teilt Urs Wiedmer, Medienchef von Bundesrat Guy Parmelin, gegenüber «20 Minuten» mit. «Es gibt ja bekanntlich wichtige Verbindungen zwischen der Schweiz und den USA in diesen Fragen, was wir damit auch in Erinnerung rufen», sagt er.

Die Online-Zeitung vermutet auch gleich, dass es sich um die Begleitpublikation zur Ausstellung «175 Jahre Bundesverfassung – Grundrechte» des Schweizerischen Nationalmuseums handelt. Diese erschien 2023 und ist 88 Seiten dick. Das Buch befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung zentraler Grundrechte in der Schweiz – und erinnert dabei auch an die historischen Verbindungen zwischen der Schweizer Bundesverfassung von 1848 und der amerikanischen Verfassungstradition.

Damit geht Parmelin nicht denselben Weg, wie es letztes Jahr noch eine private Wirtschaftsdelegation tat: Sie überreichten US-Präsident Donald Trump (80) etwa eine Rolex und einen gravierten Goldbarren. Die Geschenke hätten keinen Einfluss auf die Verhandlungen gehabt, gab anschliessend sowohl die Schweizer als auch die US-Seite kund.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen