Frühzeitig für Nationalratswahl nominiert – das steckt dahinter
Cédric Wermuth darf nochmals ran!

Cédric Wermuth tritt bei den Nationalratswahlen 2027 wieder an. Die Aargauer Kantonalpartei hat ihn vorerst als Einzigen erneut nominiert. Das hat einen besonderen Grund.
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Cédric Wermuth will über 2027 hinaus Nationalrat bleiben.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die SP Aargau hat Cédric Wermuth für die Nationalratswahlen 2027 nominiert
  • Um die Amtszeitbeschränkung auszusetzen, brauchte er dafür eine Zweidrittel-Mehrheit
  • Er will auch SP-Co-Chef bleiben
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

SP-Co-Chef Cédric Wermuth (40) hat die Nomination für die Nationalratswahlen 2027 bereits im Sack! Bereits eineinhalb Jahre vor dem Wahltermin sichert ihm seine Kantonalpartei den Platz auf der SP-Liste zu. Die andern Kandidierenden hingegen müssen sich bis Ende Jahr gedulden.

Das Vorpreschen hat seinen Grund: Wermuth will nicht nur Nationalrat, sondern auch Co-Präsident der SP Schweiz bleiben. Im Herbst entscheidet die nationale Partei über seine Wiederwahl für das Präsidium – eine Formsache. Mit der Vornomination will die Aargauer Sektion aber Klarheit schaffen, dass die Mutterpartei weiterhin mit einem Bundesparlamentarier auf dem Chefposten rechnen kann.

Zweidrittel-Mehrheit nötig

Dass Wermuth ein weiteres Mal für die grosse Kammer antreten darf, ist nicht selbstverständlich. Die Statuten der Aargauer SP sehen nämlich eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren vor. Der frühere Juso-Präsident politisiert allerdings seit 2011 im Bundeshaus und ist damit bereits in seiner vierten Amtszeit – nun strebt er seine fünfte Amtszeit an.

Um die Amtszeitbeschränkung auszusetzen, war eine Zweidrittel-Mehrheit der Delegiertenstimmen nötig. Diese hat Wermuth locker geschafft – wie auch schon bei seiner letzten Nomination vor drei Jahren. Nach seiner Vorstellung gab es keine einzige Wortmeldung aus dem Publikum. Die Nomination wurde mit grosser Mehrheit durchgewunken.

Wermuth: «Berührender Vertrauensbeweis»

«Für mich ist das deutliche Resultat ein berührender Vertrauensbeweis jener Menschen, die mich seit Jahren unterstützen», sagt Wermuth nach der erfolgeichen Nomination zu Blick.

Da er im Herbst erneut für das nationale SP-Präsidium antreten will, sei er «im Dilemma» gewesen, räumt er ein. Er habe rechtzeitig wissen wollen, ob seine Kantonalpartei bei dieser Kandidatur hinter ihm stehe. «Mit der vorgezogenen Nomination schaffen wir auf alle Seiten Klarheit.»

Dritten Sitz verteidigen

Vom Doppelmandat als Nationalrat und Parteichef soll auch die Kantonalpartei profitieren. Wermuth könne seine politische Arbeit auf nationaler Ebene «gerade in dieser Kombination besonders wirkungsvoll einbringen», so Lucia Engeli, Co-Präsidentin der SP Aargau, in einer früheren Mitteilung.

Zudem will die Kantonalpartei ihren 2019 eroberten dritten Sitz verteidigen. Da kann Wermuth als Zugpferd nur helfen.

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