Etwas weniger als vergangenes Jahr
Bund erwartet 25'000 neue Asylgesuche

2025 verzeichnete der Bund noch knapp 26'000 Asylgesuche. SP-Asylminister Beat Jans kann sich über sinkende Zahlen freuen.
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2025 verzeichnete der Bund rund 25'000 Asylgesuche.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • 25'781 neue Asylgesuche im Jahr 2025
  • Für dieses Jahr rechnet der Bund mit einem leichten Rückgang
  • Für dieses Jahr erwartet der Bund zudem 12'000 Gesuche für den Schutzstatus S
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Rund 24'000 neue Asylgesuche hat SP-Bundesrat Beat Jans (61) vor einem Jahr für 2025 erwartet, geworden sind es 25'781. Das sind gut 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nachdem die Anzahl der Gesuche nach der Corona-Pandemie im Jahr 2023 auf knapp über 30'000 gestiegen war, nimmt die Zahl seither jedes Jahr wieder leicht ab. 

Für dieses Jahr rechnet das Staatssekretariat für Migration (SEM) in seinem wahrscheinlichsten Szenario mit rund 25'000 neuen Asylgesuchen. Das sind etwas weniger als im Vorjahr. Ein zentraler Faktor für die Entwicklung sei die Lage in der Türkei und die Situation auf der Migrationsroute im zentralen Mittelmeer, so das SEM.

Die meisten der neu in der Schweiz registrierten Asylsuchenden kamen letztes Jahr aus Afghanistan, Eritrea und der Türkei. Die Zahl der pendenten Asylgesuche konnte das SEM von rund 12'000 auf gegen 9400 reduzieren. 

Teilweise auch Ukrainer im Asylverfahren

Seit 1. November müssen gewisse Schutzsuchende aus der Ukraine ebenfalls ein Asylverfahren durchlaufen. Denn je nach Herkunftsregion erhalten sie den Schutzstatus S nicht mehr, da die Rückkehr als zumutbar gilt. Aktuell gilt das für sieben ukrainische Verwaltungsgebiete, etwa für Lwiw oder Transkarpatien.

Die Zahl der Gesuche um Schutzstatus S lag 2025 bei 12'897 und damit um 22 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Für dieses Jahr rechnet das SEM mit rund 12'000 neuen Gesuchen. Die Quote der Personen mit Status S, die erwerbstätig sind, ist weiter gestiegen. Bei denjenigen Personen, die sich seit mehr als drei Jahren in der Schweiz aufhalten, liegt sie aktuell bei rund 46 Prozent.

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