Darum gehts
- Die 10-Millionen-Initiative will Zuwanderung begrenzen
- 70 Prozent der Zugewanderten seit 2016 stammen aus EU/Efta-Staaten
- Hochqualifizierte nutzen Strassen und ÖV am meisten, oft mit dem Auto
Die «Nachhaltigkeitsinitiative» will die Zuwanderung beschränken. Sie sei die Ursache vieler Probleme im Land – etwa der Zersiedelung, der Wohnungsnot, von Staus und vollen Zügen. Fast überall in der Schweiz klagen Menschen über «Dichtestress».
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Die Statistik zeigt: Die Zahl der Menschen allein ist gar nicht so entscheidend, wenn es um Nachhaltigkeit und den Verbrauch von Ressourcen geht. Was wirklich einschenkt, ist der Lebensstil.
Wer in die Schweiz kommt, woher und warum
Schauen wir uns zunächst an, wer überhaupt einwandert – und warum. 70 Prozent der in den letzten zehn Jahren Zugewanderten kommen aus EU/Efta-Staaten. Zwei Drittel von ihnen haben einen Uniabschluss. Sie kommen hauptsächlich, weil sie hier eine Arbeitsstelle erhalten haben. Der zweitwichtigste Einwanderungsgrund bei ihnen ist der Familiennachzug.
Bei Zugewanderten aus Drittstaaten, also bei Menschen aus Nicht-EU/Efta-Staaten, sieht es anders aus: Sie kommen vor allem im Rahmen des Familiennachzugs ins Land.
In beiden Gruppen ziehen fast ausschliesslich Kinder und Ehepartnerinnen oder Ehepartner nach, kaum je andere Verwandte.
Wer am meisten Platz braucht
Zuwanderung ist nicht gleich Zuwanderung. Je besser jemand ausgebildet ist und verdient, desto mehr Wohnraum verbraucht er. Zugewanderte leben aber immer noch bescheidener als Einheimische – Familien aus EU-Staaten oder Drittländern kommen mit wesentlich weniger Wohnfläche aus pro Person. Das liegt auch daran, dass sie seltener Wohneigentum besitzen.
Wer Strassen, Busse und Bahnen am intensivsten nutzt
Zwei Drittel der Zugewanderten aus dem EU/Efta-Raum sind hochqualifiziert und verdienen somit tendenziell gut. Zusammen mit den gutsituierten Einheimischen gehören sie zu derjenigen Gruppe, die das Strassennetz und öffentliche Verkehrsmittel am meisten beansprucht.
Laut Statistik legen Personen aus reichen Haushalten im Schnitt pro Tag mehr als doppelt so viele Kilometer zurück wie solche aus armen Haushalten – hauptsächlich in ihrer Freizeit. Sie nehmen dafür meist das Auto, an zweiter Stelle steht der ÖV. Bei den schlecht Verdienenden hat nur jeder zweite Haushalt überhaupt ein Auto.