Christian Jott Jenny
Der schillerndste Gemeindepräsident der Schweiz tritt ab

Christian Jott Jenny gibt sein Amt als Gemeindepräsident von St. Moritz Ende 2026 ab. Der Opernsänger und Quereinsteiger will nicht zur Belastung werden und plant eine Pause von der Politik.
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Nach zwei Amtszeiten ist Schluss: Christian Jott Jenny tritt als Gemeindepräsident von St. Moritz ab.
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Christian Jott Jenny tritt Ende 2026 als Gemeindepräsident von St. Moritz zurück
  • Er will nicht «dem Volk lästig werden» und Routine vermeiden
  • 2018 überraschend gewählt, 8 Jahre im Amt
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Zwei Amtszeiten hat sich der Zürcher Sänger und Entertainer Christian Jott Jenny (47) als Gemeindepräsident von St. Moritz GR gehalten. Nun soll bald Schluss sein: Wie SRF und die Zeitungen von CH Media berichten, tritt der Quereinsteiger dieses Jahr nicht mehr für eine dritte Amtszeit an.

Warum dieser Schritt? «Ich merke, dass sich Dinge wiederholen, dass Routine einkehrt», sagt der schillernde Politiker zu SRF. Dabei greift er auch in seinen Erfahrungsschatz: «Im Theater weiss man, dass man nach acht, neun Jahren gehen sollte, bevor man mit Schimpf und Schande davongejagt wird.»

Alles, nur nicht lästig werden

2018 wurde Jott Jenny zum Stadtoberhaupt im Oberengadin – unter internationalen Schlagzeilen. Als Parteiloser schlug er überraschend den damaligen Amtsinhaber. Nicht alle hatten daran Freude: Kritikerinnen und Kritiker unterstellten dem Opernsänger, Humorist und Kulturmanager fehlendes Polithandwerk.

Und nun, wo er es sich angeeignet hätte, tritt Jott Jenny bereits ab. Ist das nicht etwas fragwürdig? «Vielleicht haben die Kritiker recht, und es war eine achtjährige Lehre», so der Entertainer zu SRF. Er wolle jedoch nicht zu denen gehören, die dem Volk irgendwann lästig werden. Ein richtiger Performer eben.

Ansprüche auf höheres Amt meldet Jott Jenny dabei noch nicht an: Statt National- oder Regierungsrat zu werden, wolle er erstmals an der Seitenlinie Platz nehmen.

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