Neue Details bekannt
Skandal um Engadiner Hotelprojekt zieht Kreise

Der kosovarische Geschäftsmann Feim Pulaj gerät im Skandal um das Engadiner Hotel Misani in Celerina GR ins Rampenlicht. Ermittlungen laufen wegen verschwundener Millionen und mutmasslich gefälschter Rechnungen über 18 Millionen Euro.
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Feim Pulaj soll Rechnungen fingiert haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwölf Beamte der kosovarischen Steuerverwaltung festgenommen.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hotelprojekt in Celerina GR: Skandal um Feim Pulaj und verschwundene Millionen
  • Pulaj soll 23 Rechnungen über 18 Millionen Euro fingiert haben
  • Ermittler in Pristina verhafteten 12 Beamte, Pulaj bestreitet Vorwürfe
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Der Skandal um das Engadiner Hotel Misani in Celerina GR zieht immer weitere Kreise. Rund um das seit Jahren blockierte Bauprojekt und verschwundene Millionen taucht nun ein weiterer Name auf: der Geschäftsmann Feim Pulaj aus der kosovarischen Stadt Prizren.

Medienberichte aus dem Kosovo bringen Pulaj mit Investoren rund um das umstrittene Hotelprojekt in Verbindung. Die Eigentumsverhältnisse des Projekts sind weiterhin ungeklärt, mehrere Firmen streiten vor Gericht darüber, wem das Areal tatsächlich gehört.

Pulaj lebte längere Zeit in der Schweiz und trat hier als Geschäftsmann auf. Gleichzeitig geriet er in seinem Heimatland wegen eines mutmasslichen Steuerbetrugs ins Visier der Ermittler.

Verdacht um Millionenrechnungen

Die Staatsanwaltschaft in Pristina ermittelte Anfang 2024 gegen Pulaj im Zusammenhang mit dem Bau eines Luxushotels namens «Lakeside» im Ort Vermica. Dabei geht es um mutmasslich fingierte Rechnungen in Millionenhöhe. Laut Ermittlern soll Pulaj mindestens 23 Rechnungen mit einem Gesamtwert von rund 18 Millionen Euro ausgestellt haben, um einen künstlichen Geldkreislauf zu erzeugen. Dabei werden mit fingierten Rechnungen Zahlungen zwischen Firmen vorgetäuscht, um etwa Steuerrückerstattungen zu erhalten oder Geldflüsse zu verschleiern. Auf dieser Grundlage soll eine Mehrwertsteuer-Rückerstattung von rund 2,8 Millionen Euro beantragt worden sein. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch zwölf Beamte der kosovarischen Steuerverwaltung festgenommen.

Mehr zum Thema Hotel Misani und die vermissten Millionen

Pulaj weist die Vorwürfe zurück und erhebt seinerseits schwere Anschuldigungen gegen Steuerbeamte. Er behauptet, Verantwortliche der Steuerbehörde hätten von ihm 900'000 Euro Bestechungsgeld verlangt, um das Verfahren zu beenden.

In einem Interview gegenüber dem kosovarischen Online‑Medium Insajderi erklärte er dazu: «Du wirst 4 bis 5 Jahre zwischen Staatsanwaltschaft und Gerichten hin- und herlaufen, wenn du diese Summe nicht zahlst.»

Ob und welche Rolle Pulaj tatsächlich im Umfeld des Engadiner Hotelprojekts spielt, dürfte erst im Verlauf der weiteren Ermittlungen klar werden.

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