Darum gehts
- Die Hitzewelle sorgt für Besucherlimits in Luzerner und Berner Freibädern
- Das Seebad Luzern zeigt die Auslastung online an und rät bei Vollbelegung von einem Besuch ab
- Die Badi Villnachern erlaubt maximal 350 Gäste gleichzeitig
Es ist heiss. So richtig heiss. Und ganz, ganz viele hoffen auf Abkühlung in der Badi. Der Ansturm auf die Freibäder führt nun an verschiedenen Orten zu Begrenzungen.
Das Seebad Luzern etwa reguliert den Zutritt bereits. Auf der Homepage der Badi gibt es eine eigene Rubrik «Auslastung». Dort kann man von zu Hause aus bereits sehen, ob man noch Chancen hat für einen Einlass. Grün heisst: Die Anreise lohnt sich. Rot heisst: Man kommt nur noch mit einem Saisonabo rein. Ist die Farbe dunkelrot, dann lässt die Badi aus Kapazitätsgründen gar niemanden mehr rein. Das Seebad hatte bereits vergangenes Jahr für Aufsehen gesorgt, weil es bei starker Belegung keine Gruppen mehr hineinliess. Die Massnahme war vor allem gegen asiatische Touristen gerichtet.
«Laufen seit Tagen am Limit»
Auch die Badi Villnachern AG hat auf den befürchteten Ansturm reagiert. Auf Facebook vermeldete sie einen Zutrittsstop. Aus Sicherheitsgründen sehe man sich «leider gezwungen, die Anzahl Badegäste auf 350 zu beschränken», heisst es da.
Ab Samstag gilt auch in der Badi Ostermundigen BE ein Einlassstopp: Dort dürfen nicht mehr als 1500 Personen gleichzeitig in der Badi sein, was etwa 3000 Eintritten pro Tag entspricht. Zu hoch waren davor die Besucherzahlen aufgrund der Hitzewelle.
«Um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten sowie die Anforderungen an Wasserqualität, Hygiene und Betriebssicherheit einhalten zu können», sei die Massnahme nötig, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. «Wir laufen seit einigen Tagen wegen der Hitzewelle am Limit», sagte der Abteilungsleiter Tiefbau und Betriebe der Gemeinde zur «Berner Zeitung». Wer keinen Zutritt erhält, kann warten, bis Leute das Bad verlassen.
Und auch die Badi in Rüti ZH hat dieses Jahr schon zweimal Besucher abgewiesen, wie ein Sprecher gegenüber dem Portal Nau erzählte. Eine fixe Obergrenze gibt es hier nicht, das Personal entscheidet vor Ort. Es sei ein Unterschied, «ob 1000 Teenager voller Energie baden oder viele Familien mit Kindern», so die Behörden zu Nau.