«Das habe ich jahrelang niemandem erzählt»
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Blick-Redaktor über ESC-Pannen:«Das habe ich jahrelang niemandem erzählt»

ESC-Moderatorin Victoria Swarovski im Blick-Interview
«Man muss abliefern, der Name allein bringt dich nicht weiter»

Kommende Woche führt Victoria Swarovski durch den 70. Eurovision Song Contest in Wien. Im Blick-Interview spricht sie über die Herausforderungen, ihre Schweizer Vorgängerinnen und wie sie Österreich ins beste Licht rücken möchte.
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Victoria Swarovski führt gemeinsam mit dem Schauspieler Michael Ostrowski durch den 70. Eurovision Song Contest.
Foto: ORF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Victoria Swarovski moderiert mit Michael Ostrowski den 70. ESC in Wien
  • Sie betont intensive Proben und Herausforderungen der weltweit grössten Live-Show
  • Finale am 16. Mai, Schweizerin Veronica Fusaro im Halbfinale am 14. Mai
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Michel ImhofTeamlead People

Am Freitagabend ist die österreichische Moderatorin Victoria Swarovski (32) zum letzten Mal in der RTL-Tanzshow «Let’s Dance» zu sehen, bevor sie nächste Woche das wohl grösste Engagement ihres Lebens wahrnimmt. Die Swarovski-Tochter wird gemeinsam mit dem Schauspieler Michael Ostrowski (53) durch die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest in Wien führen. Mit Blick sprach die Partnerin des Red-Bull-Erben Mark Mateschitz (34) über die Proben, ihre Schweizer Vorgängerinnen und Vorurteile wegen ihres Nachnamens.

Blick: Frau Swarovski, wie intensiv ist die Doppelbelastung mit «Let’s Dance»?
Victoria Swarovski: Ich pendle aktuell ständig zwischen Wien und Köln. Das ist körperlich und mental fordernd, aber mit einem guten Team im Rücken funktioniert es, denn «teamwork makes the dream work», wie man so schön sagt. 

Wie laufen die Proben für den ESC?
Wir sind schon seit Wochen dabei. Die Vorbereitungen für diese einzigartige Show sind wirklich sehr aufwendig und intensiv. Es ist ein riesiges Projekt mit unglaublich vielen Beteiligten, aber genau das macht es auch so besonders. Wir proben alles bis ins kleinste Detail, gehen jeden Teil mehrfach durch. Das gibt einem Sicherheit, man hat aber natürlich trotzdem grossen Respekt vor der Aufgabe.

Was sind die Herausforderungen?
Ganz klar die Dimension. Wir sprechen hier von der grössten Liveshow der Welt, die gleichzeitig live in so viele Länder übertragen wird. Da muss einfach alles sitzen. Und natürlich ist Live-Fernsehen immer unberechenbar und es kann auch immer etwas schiefgehen, aber dafür proben wir alles sehr intensiv. Genau das macht den Reiz aus und gibt dir den gewissen Kick. 

Der ESC ist wegen politischer Themen Kritik ausgesetzt, es gibt Proteste wegen der Teilnahme Israels. Wie sehen Sie das?
Der Eurovision Song Contest ist für mich eine Unterhaltungsshow. Es geht um Musik, um Künstler und um Gemeinschaft. Musik verbindet, unabhängig von politischen Themen.

Wie haben Sie den ESC in der Vergangenheit verfolgt?
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie Lena Meyer-Landrut für Deutschland gewonnen hat. Das war der erste Eurovision Song Contest, den ich bewusst als Kind geschaut habe. Wir haben die Show oft als Familie angeschaut, deshalb ist es jetzt umso schöner, dass ich die grosse Ehre habe, zusammen mit Michael Ostrowski durch diese grossartige Show führen zu dürfen. Und das auch noch zum 70-Jahr-Jubiläum.

Letztes Jahr moderierten Michelle Hunziker, Hazel Brugger und Sandra Studer den ESC. Haben Sie sich von den dreien Inspiration geholt?
Ich war letztes Jahr vor dem Fernseher live dabei, als JJ gewonnen hat. Und hab direkt gedacht, wow, die drei haben das grossartig gemacht. Michael und ich werden dennoch unser Ding machen und der Show unseren Stempel aufdrücken. Inspiration ja, aber am Ende muss es authentisch sein und man muss sich selbst bleiben.

In der Schweiz moderierten drei Frauen, jetzt teilen Sie sich die Bühne mit einem Mann. Wie finden Sie das?
Ich finde, es kommt nicht auf das Geschlecht an, sondern auf die Chemie. Und die stimmt bei uns total. Am Ende geht es darum, gemeinsam eine gute Show zu liefern.

Persönlich: Victoria Swarovski

Victoria Swarovski ist eine österreichische Moderatorin, Sängerin und Erbin des Swarovski-Kristallimperiums. Bekanntheit erlangte sie zunächst unter dem Künstlernamen Victoria S. als Popsängerin. 2016 gewann sie die RTL-Show «Let's Dance», woraufhin sie 2018 die Moderation der Sendung übernahm. Neben ihrer TV-Karriere ist sie als Unternehmerin und Model tätig. Von 2017 bis 2023 war sie mit dem Immobilienunternehmer Werner Mürz (49) verheiratet, seit 2023 ist sie in einer Beziehung mit dem Red-Bull-Erben Mark Mateschitz.

Victoria Swarovski mit dem Red-Bull-Erben Mark Mateschitz am 28. Juni 2025 beim Grossen Preis von Österreich.
Getty Images

Victoria Swarovski ist eine österreichische Moderatorin, Sängerin und Erbin des Swarovski-Kristallimperiums. Bekanntheit erlangte sie zunächst unter dem Künstlernamen Victoria S. als Popsängerin. 2016 gewann sie die RTL-Show «Let's Dance», woraufhin sie 2018 die Moderation der Sendung übernahm. Neben ihrer TV-Karriere ist sie als Unternehmerin und Model tätig. Von 2017 bis 2023 war sie mit dem Immobilienunternehmer Werner Mürz (49) verheiratet, seit 2023 ist sie in einer Beziehung mit dem Red-Bull-Erben Mark Mateschitz.

Was können Sie über Ihren Moderationspartner Michael Ostrowski verraten?
Michael ist unglaublich schlagfertig, sehr humorvoll und bringt eine ganz eigene Energie mit. Wir ergänzen uns sehr gut. 

In der Schweiz wurde die Einlage «Made in Switzerland» Kult. Wird es in Wien etwas Ähnliches geben?
Wir haben auf jeden Fall ein paar Überraschungen geplant. Mehr darf ich noch nicht verraten (lacht).

Wie wollen Sie Österreich in den Sendungen präsentieren?
Ich glaube, Österreich steht für Qualität, für Gastfreundschaft und auch für eine gewisse Leichtigkeit. Genau das wollen wir transportieren. Die Shows werden modern, emotional und unterhaltsam. Michael und ich und natürlich alle, die an dieser Mega-Produktion beteiligt sind, werden alles geben, um den Zuschauern eine tolle Show zu liefern.

Vielen internationalen Zuschauern wird Ihr Nachname als Erstes ins Auge stechen. Ist dieser ein Vor- oder Nachteil?
Ich bin sehr stolz auf das, was meine Familie über mehrere Generationen aufgebaut hat. Gleichzeitig war mir schon früh klar, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte. Für mich ist der Name Segen und Fluch zugleich. Er kann Türen öffnen, aber am Ende zählt die eigene Leistung. Ab einem gewissen Punkt bringt dich der Name allein nicht weiter, dann muss man liefern.

Mit welchen Vorurteilen haben Sie zu kämpfen?
Dass mir Dinge einfach zufliegen, nur weil ich Swarovski mit Nachnamen heisse. Das stimmt natürlich nicht. Ich arbeite sehr hart und viel für meinen Erfolg und bin sehr stolz darauf, was ich mir bisher aufgebaut habe. 

Was machen Sie nach dem ESC?
Erstmal werden wir noch die aktuelle Staffel von «Let’s Dance» zu Ende bringen, da stehen noch ein paar Shows an. Danach werde ich ein paar Tage Ferien machen.

Die Halbfinals vom Eurovision Song Contest sind am 12. und 14. Mai um 21 Uhr auf SRF 2 zu sehen, das Finale am 16. Mai um 21 Uhr auf SRF 1. Die Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro (29) tritt im zweiten Halbfinale am 14. Mai auf. 

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