Darum gehts
- Joel Mattli (32) aus Zürich steht im Halbfinale von «Let's Dance»
- Letzte Woche Nasenbluten nach Ohrfeige, jetzt trainiert er intensiv weiter
- Zweimal 30 Jury-Punkte, Finale am 22. Mai in greifbarer Nähe
Vom «Ninja Warrior» zum absoluten «Let's Dance»-Favoriten – das hat der Schweizer Joel Mattli (32) geschafft. Und jetzt steht er im Halbfinale. Am Freitag, 22. Mai, wird er um einen der begehrten Finalplätze kämpfen. Dabei muss er nicht nur mit einer Salsa und einem Tango überzeugen, sondern auch mit einem Impro-Tanz.
Davor zittert der Athlet besonders, wie er Blick verrät. «Wir müssen die ‹alten› Tänze noch einmal anschauen, wir müssen auf Musik tanzen, die wir vorher noch nicht gehört haben. Wir müssen bereit sein zu improvisieren. Das ist eine echte Herausforderung, die Tänze und Schritte nicht durcheinanderzubringen. Davor habe ich schon Respekt.»
Für alles gewappnet
Die Tage vor dem Halbfinal sind nicht ohne. «Die Woche verlangt uns sehr viel ab», gibt er zu. Intensiv trainieren er und Tanzpartnerin Malika Dzumaev (35) nicht nur die beiden bereits bekannten Tänze, sondern bereiten sich auch so gut wie möglich auf den Impro-Tanz vor. Die vergangenen Tänze werden noch einmal in den Trainingseinheiten durchgegangen, um für jeden Fall gewappnet zu sein. «Das ist ein hohes Pensum in dieser Woche, aber wir wollen das, wir geben Gas und es macht mir sehr viel Freude», so der Zürcher. Es werde häufig unterschätzt, wie viel Arbeit hinter allem stecke, sowohl körperlich als auch mental. Dzumaev und er würden sich stets Filme zu den jeweiligen Songs anschauen, um sich richtig hineinfühlen zu können.
Die Nase ist verheilt, die Nervosität steigt
Letzte Woche ging er etwas lädiert aus der Sendung. Bei einem überraschend leidenschaftlichen Wiener Walzer kassierte Mattli als Teil der Performance eine Ohrfeige von seiner Tanzpartnerin – und bekommt direkt Nasenbluten. «Meine Nase musste in der letzten Woche einiges einstecken», lacht er, «aber inzwischen geht es mir wieder gut.» Das Urteil der Jury dürfte dem Heilungsprozess geholfen haben. «Zweimal gab es 30 Punkte, das war ein tolles Gefühl.»
Jetzt das Finale zum Greifen nah zu haben, sei für ihn eine grosse Ehre. «Ich werde tatsächlich von Minute zu Minute aufgeregter, denn das Ziel, ins Finale zu kommen, ist jetzt soooo nah», sagt Mattli.
Wie geht es nach «Let's Dance» weiter?
Er betont, dass all seine Kolleginnen und Kollegen, die es bis ins Halbfinale schafften, es verdient hätten, ins Finale zu kommen. Er und seine Tanzpartnerin hätten jede Woche versucht, all ihre Gefühle auf die Tanzfläche zu transportieren, und sie hoffen nun, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer dies wahrgenommen hätten und das Tanzpaar nun im Finale sehen möchten.
Und wie soll es nach «Let's Dance» für den Sportler weitergehen? «Mich interessiert das Eintauchen in verschiedene Welten und Charaktere, deshalb reizen mich auch die Filmindustrie und die Schauspielerei. Aber meine neu gewonnene Leidenschaft fürs Tanzen werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen. Natürlich bleibt dann auch wieder mehr Zeit für meinen Sport, und hier werde ich wieder andere Muskeln aufbauen, um fit zu sein, wenn Wettkämpfe anstehen.»