Basel Fashion Week startet mit Glööcklers Kollektion
0:51
«Revolution Art Couture»:Basel Fashion Week startet mit Glööcklers Kollektion

Viel Glamour, gemischte Gefühle
Harald Glööckler eröffnete die Basel Fashion Week

Prominenter Startschuss in Basel: Stardesigner Harald Glööckler eröffnete die Mode-Woche mit einer gewohnt extravaganten Inszenierung. Ein solides Spektakel, das die Erwartungen allerdings nur teilweise erfüllen konnte.
Kommentieren
1/11
Harald Glööckler eröffnete die Basel Fashion Week.
Foto: Dano Odermatt

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Basel Fashion Week startete am 23. August mit Glööcklers «Revolution Art Couture»
  • VIP-Tickets kosteten 150 Franken, Gäste warteten fast zwei Stunden
  • Modenschau mit langsamen Models, gemischter Musik und gemischten Reaktionen
Jaray_Fofana_Praktikantin People _Blick_3-Bearbeitet.jpg
Jaray FofanaRedaktorin People

Am Sonntag, 23. August, ist die Basel Fashion Week mit einem exklusiven VIP-Pre-Opening eingeläutet worden. Der deutsche Mode-Mogul Harald Glööckler (61) ist dafür extra in die Rheinstadt gereist und hat im Aussenbereich der historischen Villa Merian seine neue Kollektion «Revolution Art Couture» präsentiert.

Dabei war Glööckler zunächst skeptisch, als ihn Gründerin Jelena Zoric für die Premiere angefragt hat: «Ich habe mich gefragt: Ist das die richtige Bühne für mich?» Letztlich überzeugt ihn die Idee, jungen Modeschaffenden eine Bühne zu geben. «Damit die Basel Fashion Week gross wird, braucht es auch grosse Namen.»

150 Franken pro Ticket

Und so eröffnet der 61-Jährige die Premiere mit seiner «pompösen Couture Art Show». Der Dresscode: «White pompös». Fast alle Gäste halten sich daran – bis auf zwei Querschläger, die im bunten Jackett aus der Reihe tanzen.

Die prominente Gesellschaft ist bereits um 16 Uhr zu Drinks eingeladen – für stolze 150 Franken pro Ticket. Doch der glamouröse Empfang entwickelt sich bei sommerlichen Temperaturen zur Geduldsprobe: Sitzplätze und Häppchen sucht man im Apérobereich vergebens. Als der Einlass zur Modeschau endlich geöffnet wird, haben die Gäste fast zwei Stunden lang stehend gewartet.

Gymnastikübung statt «Schwanensee»

Zum Auftakt tanzen ein Balletttänzer und eine Balletttänzerin in weissen Kleidern auf der Bühne. Ihre Darbietung zu «Schwanensee» wirkt allerdings eher wie eine Gymnastikübung. Mit hochtoupierten, bunten Perücken, die an den opulenten Adelshof von Versailles erinnern, schreiten dann die Models über den Laufsteg. Ihre Blicke sind verstörend – wie erschrockene Vögel bewegen sie sich in extremer Zeitlupe.

Auch Society-Lady Vera Dillier (die ihr Alter nicht lesen will) sitzt als Stargast in der ersten Reihe. Die ernsten Blicke der Models kann sie nicht nachvollziehen: «Irgendwann hat wohl mal ein Designer entschieden, dass Models böse schauen müssen. Ich habe immer das Gefühl: Wenn ich diese Mode dann anziehe, bekomme ich auch schlechte Laune. Und wenn mir ein Rock schlechte Laune macht, möchte ich ihn nicht tragen», sagt sie gegenüber Blick.

«Herr Glööckler hätte mehr Präsenz zeigen können»

Die auf dem Catwalk präsentierten pompösen Roben ähneln sich jedoch zunehmend, und nach einer halben Stunde lässt die Konzentration einiger Gäste nach. Auch der abrupte Wechsel zwischen sakralen Klassikklängen und Hard Techno wirkt nicht nahtlos. Ex-Bachelor Alan Wey (40) steht während der dreiviertelstündigen Show sogar auf, um sich an der Bar eine Erfrischung zu holen. Er bleibt nicht der Einzige. Trotzdem zeigt sich das Basler Publikum am Ende begeistert. Auch Luxusliebhaberin Vera Dillier findet den Abend trotzdem «super – aber vor allem wegen der Leute». Und der Star des Abends, Harald Glööckler, hätte für sie etwas länger präsent sein dürfen. «Aber er sagt ja: Das Volk lässt grüssen», so Vera Dillier.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen