Darum gehts
- Sandro Scheibler (26) aus Oftringen, ist einer der besten Schweizer «Ninja Warriors»
- 2024 bezwang er den 32 Meter hohen «Mount Midoriyama»-Stahlturm
- Sein Trainingscenter im Elternhof bietet seit 2024 Kurse für alle Altersgruppen
Er ist ein Hängertyp – aber in einem positiven Sinne: Sandro Scheibler gehört zu den besten «Ninja Warriors» der Schweiz! Regelmässig hangelt sich der 26-jährige Oftringer in luftiger Höhe durch die Parcours der erfolgreichen RTL-Show.
So auch in der 11. Staffel, die bereits fertig produziert ist. Scheiblers Vorrunden-Auftritt ist in der dritten Folge am 16. Oktober zu sehen.
Mehrmals stand er im Final, erreichte dreimal den 3. Platz. 2024 durfte er sich gar am ultimativen Endziel versuchen, dem 32 Meter hohen Stahlturm «Mount Midoriyama», was seit dem Start 2016 nur sechs Athleten gelang.
Seine Leidenschaft hat der gelernte Schreiner längst zum Beruf gemacht: Im ehemaligen Heustock des elterlichen Biobauernhofes betreibt er seit 2024 ein eigenes Trainingscenter und gibt Kurse für Ninja-Begeisterte jeden Alters.
Während des Gesprächs mit TELE geniesst er gerade ein paar Tage Ferien am Meer und bietet spontan das Du an.
TELE: Einen Ninja-Warrior-Sandro, der stundenlang im Liegestuhl am Strand chillt – das kann man sich kaum vorstellen …
Sandro Scheibler: (Schmunzelt.) Nun ja, ich bin mit Kolleginnen und Kollegen hier, da läuft natürlich immer etwas. Wir unternehmen viel, machen Spiele und Ausflüge. Aber zwischendurch am Strand ein wenig entspannen und runterfahren, das kann ich durchaus auch.
Meist sieht man dich in Bewegung, wenn du dich von einem Hindernis zum nächsten kämpfst. Auf dem bequemen Sofa zu Hause denkt man manchmal: Warum tut sich der Mann das an?
Diese Frage stelle ich mir ab und zu auch! (Lacht.) Aber ich erlebe nirgends sonst so viele Emotionen. Es beginnt in der Vorbereitung, die wirklich Disziplin braucht und Hochs und Tiefs mit sich bringt. Rund um die Aufzeichnung der Show kommt die Nervosität dazu, verbunden mit dem Druck von aussen – vor allem aber auch mit den Erwartungen, die ich an mich selbst stelle. Und als emotionaler Höhepunkt: der Parcours selbst.
Wer schafft es bis zum legendären Mount Midoriyama? In zehn neuen Folgen geht es einmal mehr um den Titel «Ninja Warrior Germany» sowie 300'000 Euro Preisgeld. Gleich zwei Änderungen gibt es bei der Moderation: Frank Buschmann (61) und Laura Wontorra (37) haben nach zehn Jahren ihren Abschied erklärt. Ersetzt werden sie von Fussballkommentator Wolff Fuss (50, r.) und «RTL aktuell»-Sportmoderatorin Anna Fleischhauer (39, M.) als Reporterin in der Halle. Seit dem Anfang von «Ninja Warrior Germany» 2016 dabei ist und bleibt Jan Köppen (43, l.).
Wer schafft es bis zum legendären Mount Midoriyama? In zehn neuen Folgen geht es einmal mehr um den Titel «Ninja Warrior Germany» sowie 300'000 Euro Preisgeld. Gleich zwei Änderungen gibt es bei der Moderation: Frank Buschmann (61) und Laura Wontorra (37) haben nach zehn Jahren ihren Abschied erklärt. Ersetzt werden sie von Fussballkommentator Wolff Fuss (50, r.) und «RTL aktuell»-Sportmoderatorin Anna Fleischhauer (39, M.) als Reporterin in der Halle. Seit dem Anfang von «Ninja Warrior Germany» 2016 dabei ist und bleibt Jan Köppen (43, l.).
Was geht dir während dem Wettkampf eigentlich durch den Kopf? Nimmst du das Geschehen in der Halle überhaupt wahr?
Bevor es losgeht, schon. Die Atmosphäre zu spüren und meine Familie und Freunde zu sehen, ist immer ein sehr schöner Moment. Sobald das Startsignal ertönt, bin ich jedoch in einer Art Tunnel, blende alles um mich herum komplett aus, denke nur noch an die nächste Bewegung, das nächste Hindernis. In diesen Sekunden fällt die ganze Last ab und ich geniesse es einfach!
Obwohl du weisst, dass mit einer kleinen Unachtsamkeit alles vorbei ist?
Ich empfinde diesen Druck interessanterweise überhaupt nicht negativ. Im Gegenteil. Im Endeffekt mache ich den Sport und die Shows ja einzig und allein für mich. Auch das ständige Auf und Ab drumherum reizt mich. Es macht mein Leben spannend!
Inzwischen bist du ja fast schon zu einer eigenen Marke geworden, warst zum Beispiel auch Botschafter für Schweizer Gemüse und hast diverse Sponsoren …
Ja, wobei ich diesbezüglich eine sehr klare Linie fahre: Ich würde niemals mit Firmen zusammenarbeiten, welche nicht zu meiner Lebensphilosophie passen. Da ich auf einem Biobauernhof aufgewachsen bin, käme für mich etwa Werbung für eine Fastfoodkette niemals in Frage. Da mache ich keine Kompromisse.
Andere «Ninja Warriors» – darunter dein Schweizer Kollege Joel Mattli – nahmen inzwischen an Shows wie «Let’s Dance» teil. Wäre das auch etwas für dich?
Sagen wir mal so: Ich stand schon immer gerne im Mittelpunkt und mag es, vor Leuten oder einer Kamera zu stehen. Von daher würde ich mich über eine solche Einladung natürlich freuen und das ab und zu auch sehr geniessen. Eine reine Showkarriere kann ich mir weniger vorstellen. Meine Tätigkeit als Trainer erfüllt mich sehr. Zudem bin ich in Oftringen stark verwurzelt: Mit meiner Verlobten Selina lebe ich in einer Wohnung auf dem Hof meiner Eltern. Selina unterstützt mich seit Jahren, bei ihr kann ich komplett runterfahren.
Du brauchst dafür also nicht zwingend das Rauschen des Meeres?
Nein, ich bin gerne daheim. Oder engagiere mich in der freiwilligen Feuerwehr. Das ist ein perfekter Ausgleich, da man hier kein Einzelkämpfer ist, sondern die Kollegialität im Vordergrund steht. Nicht zuletzt ist es ein wertvoller Einsatz für die Allgemeinheit.