Sender wusste von nichts
SRF-Moderatorin war unbewilligt in Bitcoin-Podcast

SRF-Moderatorin Sibylle Eberle ist grosser Fan von Bitcoin, hat bereits mehrere Konferenzen zum Thema moderiert und war in einem Bitcoin-Podcast zu Gast. Von Letzterem wusste SRF allerdings nichts.
Kommentieren
1/6
Sibylle Eberle moderiert bei SRF Sport.
Foto: SRF/Oscar Alessio

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SRF-Moderatorin Sibylle Eberle schwärmt für Bitcoin und moderiert Krypto-Events
  • Unbewilligte Podcast-Teilnahme sorgt für Diskussionen, SRF klärt mit Eberle intern
  • Eberle ist sich ihrer Verantwortung bewusst, zieht klare Grenzen
RMS_Portrait_AUTOR_441.JPG
Saskia SchärRedaktorin People

Sibylle Eberle (42) moderiert nicht nur Sport auf SRF, sondern ist auch noch als DJane tätig und hegt eine grosse Leidenschaft für die Kryptowährung Bitcoin. Sie hat bereits mehrere Events zu diesem Thema moderiert, reiste für Bitcoin-Konferenzen nach Köln, ins deutlich näher gelegene Kreuzlingen TG oder gar nach Prag, wo sie die grösste europäische Konferenz dieser Art moderierte. Zuletzt war sie im Podcast «House of Satoshi» zu Gast, wo sie einmal mehr von der Währung schwärmt: «Ich sage immer: Hey Leute, wenn ihr könnt, dann zahlt mit Bitcoin.»

Das Problem: «SRF wurde über die Podcast-Teilnahme nicht informiert und hat diese nicht bewilligt», heisst es auf Blick-Anfrage vom Sender. Dabei gelte die Teilnahme an Podcasts als journalistische Nebenbeschäftigung und sei somit «grundsätzlich bewilligungspflichtig». Der Sender stellt weiter klar, dass der Auftritt als Privatperson und nicht in der Funktion als SRF-Mitarbeiterin erfolgt sei. Eberle habe für ihren Auftritt «weder Honorar noch Vergünstigungen oder Gegenleistungen» bekommen.

Im Zusammenhang mit der unbewilligten Podcast-Teilnahme stehe SRF mit Eberle im Austausch. «Über die Moderationstätigkeiten von Sibylle Eberle bei Bitcoin-Anlässen wusste SRF Bescheid», heisst es vom Sender weiter.

«Ich sage den Leuten auch nie, kaufe Bitcoin»

Wie es zu der unbewilligten Teilnahme kam, ist nicht ganz klar – denn Eberle sei sich ihrer Verantwortung als SRF-Gesicht durchaus bewusst, wie aus dem «House of Satoshi»-Podcast hervorgeht. So sei sie zunächst vorsichtig gewesen, sich als Bitcoinerin zu outen, habe sich gefragt: «Kann ich wirklich hinstehen mit meinem Namen und über das reden?» Irgendwann habe sie dann gedacht, wieso auch nicht, schliesslich sei es ja nichts Verwerfliches. «Ich sage den Leuten auch nie, kaufe Bitcoin, aber ich sage den Leuten, lies mal ein Buch dazu, setz dich mit dem Thema auseinander.»

Selbst sei sie so begeistert von der Kryptowährung, dass sie sich bereits überlegt hat, einen eigenen Podcast zum Thema zu starten. «Wahrscheinlich darf ich das vielleicht gar nicht als SRF-Vertreterin, die ab und an moderiert. Und dann habe ich mit meiner Chefin ein Gespräch gehabt, und dann hat sie gefunden, doch das darf ich schon machen. Und dann hab ich gefunden, okay, dann muss ich mich jetzt eigentlich nicht mehr verstecken», so Eberle im Podcast weiter. 

«Einen komischen Touch»

Wenn es um ihre grosse Leidenschaft und ihren Beruf als SRF-Sportjournalistin geht, zieht sie aber klare Grenzen. Die Frage, ob sie wisse, welche Sportstars Bitcoins haben, verneint sie und stellt klar: «Da würde ich mich jetzt auch nicht so trauen, im geschäftlichen Umfeld über das Thema zu sprechen.» Weil es «einen komischen Touch» bekommen könnte.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen