Darum gehts
- Königin Sonja von Norwegen findet Zuflucht und Trost in der Schweiz
- Wie Blick weiss, entspannte sie mit Freundinnen im Berghuus Radons in Graubünden
- Sie sei nach ihrem Schweiz-Aufenthalt als neuer Mensch nach Norwegen zurückgekehrt
Mit Wanderstöcken, roter Jacke und rotem Stirnband ausgerüstet zieht Königin Sonja von Norwegen (89) mit ihren beiden Freundinnen Ilmi Horn (88) und Margrethe Bergersen (90) durch die Bündner Alpen. Die Bilder ihrer heimlichen Auszeit sorgen in der Heimat für grosse Schlagzeilen.
Das norwegische Boulevardportal «Se og Hør» veröffentlichte Aufnahmen der Königin, die nach dem Tod ihrer grossen Liebe offenbar genau das in der Schweiz findet, was sie dringend braucht: Abstand von zu Hause. Abstand von den Erinnerungen an ein gemeinsames Leben.
Entspannen im «stillen Luxus»
Blick weiss, wo die Witwe von König Harald V. (†89) nach dessen Tod am 28. August für ein paar Tage Zuflucht und Trost findet: im Berghuus Radons oberhalb von Savognin GR. Hier tauscht Sonja den royalen Alltag gegen Bergluft und geniesst die Wildgerichte.
Gemeinsam mit ihren Freundinnen lässt sie es sich gutgehen. Die drei bezahlen alles selbst, die Unterkunft und das Essen. Alles andere verbietet das höfische Protokoll. Das Boutiquehotel, das sich als «stiller Luxus auf 2000 Metern» beschreibt, ist während ihres Aufenthalts für andere Gäste geschlossen. Begleitet wird die beliebte Königin von Polizeibeamten.
Königin Sonja muss sich an ein Leben ohne ihren Ehemann erst gewöhnen. 67 Jahre war das Paar zusammen, 58 davon verheiratet. Gemeinsam zogen sie ihren Sohn, den heutigen König Haakon VIII. (53), und Prinzessin Märtha Louise (55) gross.
Die Gastgeber vom Berghuus Radons, Janine Arpagaus (33) und ihr Schwager und Küchenchef Fadri Arpagaus (43), wollen sich gegenüber Blick zum Besuch nicht äussern. Weder bestätigen noch dementieren sie ihn. Sie verweisen auf die Privatsphäre ihrer Gäste, die bei ihnen an erster Stelle stehe.
Die Schweiz ist für Sonja Herzenssache
Dass es Königin Sonja zu uns gezogen hat, überrascht nicht. Die Schweiz ist für sie mehr als eine schöne Kulisse. Bereits als 17-Jährige lebte sie hier. 1954 zog die damalige Sonja Haraldsen nach Lausanne, um Modedesign zu studieren.
Lange bevor sie Königin wurde, sammelte sie in der Schweiz Erfahrungen fern der Heimat. Die Verbindung reicht weit zurück in eine Zeit, in der ihr Leben noch ganz andere Wege nehmen sollte. In Interviews betonte sie immer wieder, die Schweiz sei für sie «auf viele Weisen mein zweites Heimatland».
Jetzt kehrt sie wieder hierher zurück, mit einer schweren Last im Herzen. Ein Insider sagt zu Blick, Sonja sei nach ein paar Tagen in der Schweiz wie ein anderer Mensch nach Norwegen zurückgekehrt, voller Energie.
Der Verlust ihres Mannes lässt sich zwar nicht wegwandern. Offensichtlich helfen die Bündner Berge, die vertrauten Gesichter ihrer Freundinnen und ein paar Tage fern des Hofes Königin Sonja aber dabei, wieder Kraft für ihr weiteres Leben zu finden. Im goldenen Schweizer Herbst.