Jodel trifft Gospel
Was treibt Hackbrettler Nicolas Senn in der Karibik?

Was entsteht, wenn man Jodel mit Gospel mixt? Oder Hackbrettklänge mit karibischen Steelpans? Eine neue SRF-Doku schickt Schweizer Volksmusiker wie Nicolas Senn ins Ausland.
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Für «Stubete around the world» tauscht Nicolas Senn sein Appenzellerland gegen den karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago.
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue SRF-Doku zeigt ab 18. September musikalische Begegnungen
  • Schweizer Künstler verschmelzen Jodel, Gospel und andere Musikstile weltweit
  • Erste Folge: Monney-Schwestern entdecken Gospel in New York
Andrea Butorin
Glückspost

Unsere Volksmusik wird auch im Ausland gerne gehört. Und so geben Künstler wie Hackbrettler Nicolas Senn (36) oder Alphornistin Lisa Stoll (30) regelmässig Konzerte rund um den Globus – mit ihrem eigenen Repertoire. Christian Wyss (40), der bei SRF diverse Volksmusik-Sendungen wie «Typisch Volksmusik» oder «Potzmusig» produziert, studierte einige Jahre an folgendem Experiment herum: «Wie wäre es, wenn diese Musiker im Ausland auf Vertreter eines anderen, ortstypischen Musikgenres treffen würden?»

Daraus wurde die neue vierteilige SRF-Doku-Reihe «Stubete around the world» (ab dem 18. September um 21 Uhr auf SRF 1). «Jodel mit Gospel zu vermischen, war meine Ursprungsidee», sagt Wyss. Genau das machen in der Auftaktsendung die Schwestern Natascha (31) und Maruschka Monney (28) aus dem Freiburger Sensebezirk. Als Sängerinnen traten sie bereits in Südkorea, China oder Russland auf. Dank der Sendung reisen sie nun erstmals nach New York, um zusammen mit US-Künstlerinnen und -Künstlern den afroamerikanischen Gospel zu entdecken.

Grosse Freude auf den Austausch

«Gospelsongs sangen wir früher in Schulchören, aber durch die Sendung konnten wir uns viel intensiver mit der Geschichte und der Bedeutung des Gospels auseinandersetzen und dabei unseren musikalischen Horizont deutlich erweitern», sagt Natascha Monney. Sie ergänzt: «Wir freuten uns besonders auf den musikalischen Austausch, darauf, Gemeinsamkeiten zu entdecken und vielleicht sogar etwas Neues entstehen zu lassen.» Die dabei entstandene Mischung der Stile fände sie «unglaublich bereichernd», denn Musik schaffe Verbindungen, die sonst vielleicht nicht zustande kommen würden.

Mehr in der «GlücksPost»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürften sich auf eine authentische Sendung mit berührenden und echten Begegnungen freuen, meint Natascha Monney weiter. Der Kontrast zwischen der ländlichen, traditionellen und farbigen Schweizer Welt und dem lauten, urbanen und sehr vielfältigen New York sei spannend – «und es wird auch einige Überraschungsmomente geben».

Nicolas Senn erkundet die Karibik

Auch Nicolas Senn ist begeistert und inspiriert. Für die dritte Folge reist er nach Trinidad und Tobago, um die Steelpan besser kennenzulernen: «Ein Instrument, das viele Parallelen zum Hackbrett aufweist und mir immer schon gefallen hat», wie er sagt. Er lässt durchblicken, dass sein spontanes gemeinsames Musizieren mit einer Steelpan-Klasse für grosse Emotionen sorgen wird.

In den weiteren Sendungen reisen Thomas Hegner (29) und Marco Fischli (30) vom Ländlertrio Augenschmaus nach Portugal und Lisa Stoll nach Albanien. Bei der Auswahl ihrer Destination hatten die Musikerinnen und Musiker kein Mitspracherecht; das Produktionsteam schaute darauf, was sich auf spannende Weise kombinieren lässt, ohne allzu ähnlich zu sein. «Das Ziel jeder Sendung ist es, dass der kulturelle Austausch in einem gemeinsamen Konzert mündet», sagt Christian Wyss.

Der Produzent würde sich freuen, wenn die musikalischen Begegnungen weitergehen könnten. Ideen hätte er noch viele.

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