Kontrabassistin Madlaina Küng
«Das Appenzell inspiriert mich sehr»

Die Musikerin spielt mit Volksmusik-Helden wie Stubete Gäng oder Carlo Brunner. Privat hat sie es gerne exotisch. Ihre wichtigste Inspirationsquelle bleibt aber ihre Heimat, das Appenzellerland.
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Bei Volksmusik-Konzerten trägt Madlaina Küng am liebsten ihre rote Innerrhoder Werktagstracht.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Madlaina Küng, Kontrabassistin aus Steinegg AI, beeindruckt musikalisch und sportlich
  • Über 100 Auftritte jährlich, inspiriert durch Natur und Heimat
  • Kontrabass wiegt 15 kg, oft Nutzung von ÖV für Transport
Andrea Butorin, GlücksPost
Glückspost

Als Kontrabassistin fällt Madlaina Küng (36) unweigerlich auf. Ihr Instrument ist nicht nur gross, sondern mit gut 15 Kilogramm Gewicht auch ganz schön schwer. Kontrabassistinnen stehen selten im Vordergrund, aber Madlaina Küng ist eine der gefragtesten im Land. Sie ist musikalisch breitgefächert und stellt den Kontrabass unter anderem mit Eigenkompositionen als Solo-Instrument ins Zentrum. Sie steht aber auch regelmässig mit der Stubete Gäng auf der Bühne, mit Volksmusikgrössen wie Nicolas Senn (36) oder Willi Valotti (77) und am häufigsten im Duo mit Simon Lüthi (44). Als klassisch ausgebildete Musikerin lässt sie ihr Publikum mit dem Luzerner 21st Century Orchestra zu Filmmusik schwelgen. Ihre wildeste Seite lebt sie mit Cheibe Balagan aus, einer Band, die Klezmer, also jüdische Volksmusik, spielt.

Ihre Familie hatte ihr den Kontrabass schmackhaft gemacht. Sie ist das jüngste von insgesamt acht Geschwistern aus Steinegg AI, die als Streichmusik Geschwister Küng auftraten. Die älteste Schwester spielte Bassgeige. Um eine Nachfolgelösung parat zu haben, hiess es, Madlaina könne doch versuchen, dieses Instrument zu spielen. «Die tiefen Töne faszinierten mich von Beginn an», sagt sie.

Bei Geschwister Küng ist sie nicht mehr dabei. Aber ihre Verbundenheit mit der Heimat und der Volksmusik ist grösser denn je. Zwar lebt sie seit ihren beiden Master-Musikstudien in Luzern. Seit einem Jahr hat sie zudem ein Studio im Zentrum von Appenzell AI. «Das Appenzell inspiriert mich sehr», sagt sie. Im Alpstein unterwegs zu sein, ist ein wichtiger Ausgleich und eine Inspirationsquelle: «Beim Wandern oder Joggen fliegen mir Melodien für meine Eigenkompositionen regelrecht zu.»

Nah an einer Skikarriere

Auch das Ski-Virus wurde ihr von der Familie eingeimpft. «Schon mit zwei Jahren hat mich meine Mama auf die Piste mitgenommen», sagt sie. Wie alle Küngs ist auch Madlaina in ihrer Jugend Skirennen gefahren. Ihre Schwester Mirena (38) war gar Profi und trainiert heute die Athletinnen von Swiss Ski. Madlaina Küng wählte eine Musikerinnen- statt Skikarriere. Im Winter aber ist sie jede freie Minute auf den Ski.

Ihr Partner ist kein Musiker. «Es braucht daher etwas Verständnis und Organisation, damit wir uns sehen», sagt sie schmunzelnd. An ihren beiden Wohnorten gibt sie Kontrabass-Unterricht, ansonsten ist sie entweder am Proben oder unterwegs zu ihren «weit über 100 Auftritten pro Jahr». Dies oft mit dem ÖV. «Ich weiss bei jedem Zug-Typ, wo ich den Kontrabass am besten platzieren kann», sagt sie. In seltenen Momenten wünsche sie sich schon, ein handlicheres Instrument zu spielen.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Faszination fürs Reisen

Küng hofft, dass sie ihren musikalischen Traum als freischaffende Kontrabassistin weiter so ausleben kann wie bisher. Ihre Agenda verspricht einige Höhepunkte. Etwa die Weihnachtstournee mit den Tenören von I Quattro und das volkstümliche Weihnachtskonzert im KKL Luzern. Doch im Moment zieht es sie in die weite Welt hinaus: So reiste sie im Februar allein durch Thailand und kürzlich durch Vietnam. «Besonders fasziniert war ich von der Stadt Hoi An mit ihren unzähligen Laternenlichtern und den vielen kleinen Schneidereien», erzählt sie. Doch egal, wohin sie reist: Ihr Zuhause bleibt das Appenzell.

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