«Im Ausland werden wir gefeiert wie Popstars»
Erwin Füchslin feiert mit seinem Alphornquartett weltweit Erfolge

Dank seiner modernen Arrangements und Eigenkompositionen entlockt der Einsiedler Musiker dem Alphorn ungewohnte Töne. So schaffte es sein Alphornquartett Lochus weltweit ins Fernsehen.
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Das Alphornquartett Lochus um Erwin Füchslin (2.v.r.) spielt nebst dem Alphorn auch das Alpensax (l.).
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Erwin Füchslin (59) leitet seit 34 Jahren die Big Band Lochus
  • 2025 trat Lochus beim Eurovision Song Contest in Basel auf
  • Alphorn-CD «Alphorn 2.1» mit 14 Naturtönen und Hits wie «Macarena»
Andrea Butorin, GlücksPost
Glückspost

Der Schwyzer Musiker Erwin Füchslin (59) hat eine grosse Leidenschaft für Instrumente mit Mundstück: Mit neun begann er Trompete zu spielen, später wurde er Berufsmusiker und spielte sieben Jahre unter Bandleader Pepe Lienhard (80) in der Swiss Army Big Band. «Pepe ist ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben, von dem ich viel lernen konnte», schwärmt Füchslin.

Inzwischen leitet er bereits seit 34 Jahren seine eigene Big Band. Fast ebenso lange wie die Trompete spielt er Alphorn. Inspiriert wurde er von seinem Vater: «Mit zwölf Jahren lag für mich ein Alphorn unter dem Weihnachtsbaum.» Als Vaters Jodlerklub 1992 für einen Monat durch die Schweizer Kolonien in Südamerika reiste, bildete er mit Freunden eine Alphorn-Formation und reiste mit.

Seine heutigen Mitmusiker kennt er seit vielen Jahren: Patrik Stadler (58) machte einst unter Militärmusik-Korporal Füchslin die Musiker-Rekrutenschule, und mit Rolf Willauer (61) hatte er lange in Big- oder Gala-Bands zusammengespielt. Der Vierte im Bund ist Kevin Schmid (38), ein früherer Trompetenschüler von Füchslin und laut diesem «der Jüngste und Schönste von uns». Der Name Lochus entstand zu später Stunde in einer Hotelbar, als Erwin Füchslin fand: «Da kommt ja alles ‹zum Loch uus›».

«Gefeiert wie Popstars»

Meist spielen Alphorn-Ensembles getragene, traditionelle Melodien. Beim Biken rund um Einsiedeln fand Erwin Füchslin plötzlich: «Da geht noch mehr!» Er arrangierte die Melodie von Pippi Langstrumpf vierstimmig, und viele weitere Hits wie «Macarena» oder «Wellerman» folgten. Er komponiert aber auch eigene Stücke: «Das ist nicht immer einfach, denn auf einem Alphorn kann man nur gerade 14 Naturtöne spielen.»

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Die neuesten Kreationen sind auf der CD «Alphorn 2.1» zu hören. Zum fetzigen Repertoire passt das sogenannte Alpensax, das die Lochus-Musiker ebenfalls spielen. Bei ihren Auftritten haben die Musiker schon einiges erlebt. «Im Ausland werden Alphornspieler gefeiert wie Popstars», sagt Erwin Füchslin lachend. In Südamerika hätten manche Heimweh-Schweizer sogar geweint. In der Heimat hatte Lochus schon viele TV-Auftritte, etwa in «Potzmusig», «Stadt Land Talent» oder «Typisch Volksmusik».

Auftritt am ESC in Basel

Weltweite Aufmerksamkeit erhielt das Quartett im Mai 2025, als es Teil der viel gelobten Eröffnungsfeier des Eurovision Song Contests in Basel war. Am Schluss der Finalsendung erklärte Erwin Füchslin Moderatorin Michelle Hunziker (49) live und auf Englisch, wie man Alphorn spielt. «In den Proben hatte es geklappt, aber live hatte sie zu viel Make-up im Gesicht und kriegte keinen Ton heraus», sagt er. 

Das Musikerleben erfordert sehr viel Flexibilität, und zwar auch von den Angehörigen. Mit seiner Partnerin hat Erwin Füchslin privat sein Glück gefunden. Er wünscht sich, dass es in seinem Leben weitergeht wie bisher, und dass Lochus noch viele Auftritte aller Art bestreiten kann. Sein Pensum als Musiklehrer wird er ab Sommer reduzieren. Damit mehr Zeit bleibt für Sport, wo ihm die Ideen für neue Stücke nur so zufliegen.

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