«Sie wissen, dass sie mehr auf dem Kasten haben»
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Ex-Bachelorette Adela Smajic:«Sie wissen, dass sie mehr auf dem Kasten haben»

Ihr Vater spielte einst für die bosnische Nati
Für wen schlägt dein Herz heute, Adela Smajic?

Vor dem WM-Duell Schweiz gegen Bosnien spricht Ex-Bachelorette Adela Smajic über ihre Fussball-Kindheit, die Liebe zur Schweizer Nati und warum sie das heutige Spiel mit spanischen Tapas statt Ćevapčići verfolgt.
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Adela Smajic und ihr Vater Admir – er war früher bosnischer Nati-Spieler.
Foto: PRIVAT

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Vor dem WM-Duell Schweiz gegen Bosnien spricht Ex-Bachelorette Adela Smajic über ihre Fussball-Kindheit, die Liebe zur Schweizer Nati und warum sie das heutige Spiel mit spanischen Tapas statt Ćevapčići verfolgt.

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Blick: Als Tochter von Admir Smajic (62, ehemaliger bosnischer Nati-Spieler, ausserdem bei Xamax, YB und dem FCB) wurde Ihnen der Fussball quasi in die Wiege gelegt. Wie hat es Ihre Kindheit geprägt, mit einem bekannten Profi- und Nationalspieler als Vater aufzuwachsen?
Adela Smajic:
Fussball war bei uns zu Hause definitiv präsent. Gleichzeitig war mein Vater für mich in erster Linie einfach Papa. Als Kind fand ich es unglaublich beeindruckend, zu sehen, wie viel Respekt, Freude und Wertschätzung ihm entgegengebracht wurde.

Zum Beispiel wie?
Fremde Menschen kamen auf ihn zu, erzählten Geschichten über ihn und hatten immer warme Worte für ihn übrig. Das hat mich sehr geprägt. Als Kind habe ich meinen Vater dadurch fast ein bisschen durch die Augen anderer Menschen kennengelernt. Zu sehen, wie viel Anerkennung und Sympathie ihm entgegengebracht wurde, hat mich stolz gemacht. Rückblickend hat mich das wahrscheinlich auch beeinflusst und vielleicht sogar dazu beigetragen, dass ich selbst gerne in der Öffentlichkeit bin.

Was war ihm als Vater wichtig?
Neben dem Fussball hat uns mein Vater vor allem Disziplin, Ehrgeiz und einen gesunden Wettbewerbsgeist mitgegeben. Viele Eigenschaften, die meine Geschwister und ich heute haben, gehen sicher auf diese Zeit zurück. Dafür bin ich ihm bis heute sehr dankbar.

Wenn Sie an die aktive Zeit Ihres Vaters zurückdenken: Gibt es einen ganz bestimmten Moment – ein spezielles Spiel, den Geruch der Kabine oder ein Erlebnis im Stadion –, der Ihnen bis heute Gänsehaut bereitet?
Die Sprengung des alten Wankdorf-Stadions. Ich weiss noch, wie wir die Bilder im Fernsehen gesehen haben und ich als Kind tatsächlich weinen musste. Für viele war es einfach ein altes Gebäude, das abgerissen wurde. Für mich war es ein Ort voller Erinnerungen, an dem ich unzählige Stunden verbracht hatte. Deshalb hat mich das damals sehr berührt.

Heute Donnerstag kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen der Schweiz und Bosnien. Wem drücken Sie ganz offiziell die Daumen?
Ich bin hier geboren und aufgewachsen, die Schweiz ist meine Heimat, hier liegen meine Erinnerungen, meine Freundschaften und mein Leben. Deshalb drücke ich ganz klar der Schweizer Nationalmannschaft die Daumen. Gleichzeitig bin ich sehr dankbar für meine bosnischen Wurzeln. Durch meinen Vater durfte ich eine zweite Kultur kennenlernen, die mich bis heute begleitet. Aber Identität und Herkunft sind nicht immer dasselbe. Mein Zuhause war immer die Schweiz.

Persönlich: Adela Smajic

Adela Smajic (33) erlangte 2018 als Schweizer «Bachelorette» bei 3+ grosse Bekanntheit. Seither arbeitet die Baslerin erfolgreich als Moderatorin und Marketingfachfrau. Neben Reality-TV-Formaten wie «Bachelor in Paradise» stand sie auch für BlickTV vor der Kamera, wo sie das Polit-Dating «Adela, bitte wähl mich» präsentierte.

STEFAN BOHRER

Adela Smajic (33) erlangte 2018 als Schweizer «Bachelorette» bei 3+ grosse Bekanntheit. Seither arbeitet die Baslerin erfolgreich als Moderatorin und Marketingfachfrau. Neben Reality-TV-Formaten wie «Bachelor in Paradise» stand sie auch für BlickTV vor der Kamera, wo sie das Polit-Dating «Adela, bitte wähl mich» präsentierte.

Bei Ihrem Vater sieht es vermutlich anders aus, oder?
Bei ihm schlagen wahrscheinlich tatsächlich zwei Herzen in der Brust.

Wie wird dieses spezielle Spiel im Hause Smajic geschaut? Gibt es vor dem Anpfiff schon scherzhafte Sticheleien zwischen Ihnen, Ihrem Vater und dem Rest der Familie oder herrscht absolute Harmonie?
Um ehrlich zu sein, gibt es bei uns wahrscheinlich weniger Fussballdiskussionen, als es viele erwarten würden. Mein Vater wäre mir bei jeder Analyse haushoch überlegen, deshalb lasse ich solche Gespräche lieber bleiben. Er schaut Fussball mit den Augen eines ehemaligen Profis, ich eher als Zuschauerin.

Wie sieht Ihr kulinarisches Programm bei so einem Spiel aus? Setzen Sie auf Schweizer Klassiker oder kommen bei Ihnen traditionelle bosnische Spezialitäten wie Ćevapčići auf den Tisch?
Dieses Mal verfolge ich das Spiel in den Ferien auf Menorca. Während andere also vielleicht mit Chips und Fantrikot vor dem Fernseher sitzen, werde ich das Spiel wahrscheinlich mit Blick aufs Meer und einer Portion Patatas bravas oder einer Paella verfolgen. Die Nervennahrung fällt dieses Mal also eher spanisch als schweizerisch oder bosnisch aus. Die eine oder andere Nachricht in den Familienchat wird es aber sicher geben.

Zum Schluss Ihr Expertinnen-Tipp: Wie geht das Spiel zwischen der Schweiz und Bosnien aus – und was wünschen Sie beiden Mannschaften für den weiteren Verlauf dieser Weltmeisterschaft?
Ich tippe auf einen 3:1-Sieg für die Schweiz. Unabhängig vom Resultat freut es mich sehr, dass Bosnien mit dabei ist. Für das Land ist eine WM-Teilnahme etwas ganz Besonderes und ich weiss aus eigener Erfahrung, welche Bedeutung der Fussball dort hat. Deshalb freue ich mich auch für die vielen bosnischen Fans, die ihre Mannschaft auf dieser grossen Bühne unterstützen können. Der Schweiz wünsche ich natürlich eine möglichst erfolgreiche Weltmeisterschaft. Wenn ich einen Wunsch freihätte, dann wäre es ganz klar, dass die Schweiz den Titel holt. Das wäre für den Schweizer Fussball historisch und ein unglaublicher Moment für das ganze Land. Und Bosnien wünsche ich, dass die Mannschaft ein starkes Turnier spielt, ihre Chance nutzt und vielleicht sogar für die eine oder andere Überraschung sorgt.

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