Darum gehts
- Bianca Sissing zwischen Kanada und der Schweiz beim Spiel am Mittwochabend
- Ex-Miss Schweiz spielte früher selbst Fussball und war im Highschool-Team
- Sissing wegen Modeljob in Berlin unsicher, ob sie das Spiel sehen kann
Wenn am Mittwochabend um 21 Uhr Schweizer Fussballfans gebannt auf den Bildschirm schauen und mit der Nati mitfiebern, ist Bianca Sissing (47) im Dilemma. Sie ist in Kanada geboren, in Toronto aufgewachsen, 2003 wanderte die Tochter einer Südafrikanerin und eines Schweizers in die Schweiz aus und wurde nur wenige Monate später zur Miss Schweiz gekürt. Nun die grosse Frage: Wem drückt sie die Daumen, wenn die Nati am Mittwochabend Schweizer Zeit in Vancouver gegen die Kanadier spielt?
«Mein Herz schlägt für beide Teams, für Kanada und die Schweiz. Ich kann mich beim besten Willen nicht für eine Seite entscheiden», sagt sie. «Wer besser spielt, soll gewinnen», so die diplomatische Antwort der Miss Schweiz von 2003.
Sie war überrascht von der Fussball-Euphorie der Schweizer
Vor über zwanzig Jahren wurde sie bei ihrem Umzug in die Schweiz schon von der Fussballbegeisterung der Schweizer überrascht, sagt sie. «Ich war wirklich erstaunt, wie populär Fussball hier ist. Deutlich mehr als in Kanada.» Wie es heute im Gastgeberland Kanada aussieht, kann sie nicht sagen. «Ich war schon lange nicht mehr dort.»
Zum Fussball hat die Ex-Miss und diesjährige «Germany's next Topmodel»-Teilnehmerin aber einen guten Draht. «Ich habe in meiner Schulzeit selbst Fussball gespielt, war in meiner Highschool sogar im Frauenteam Fussball und habe an Turnieren teilgenommen. Ich war in der Defensive, weil ich in meiner Jugend überdurchschnittlich gross war», so das heute 1,76 Meter grosse Model.
Ihr Ex-Freund spielte Fussball
Auch in der Schweiz hatte Sissing einen Bezug zum Fussball. Ihr erster Freund in der Schweiz, der Sprachlehrer Genesio Colatrella (54), war als Fussballer beim FC Kickers Luzern aktiv und trainiert heute die U17-Mannschaft beim FC Luzern. «Als ich mit ihm zusammen war, habe ich den Sport natürlich noch intensiver verfolgt und mehr Spiele geschaut. Aber das ist heute vorbei.» Heute ist Sissing mit dem Osteothai-Therapeuten Juan Carlos Russo (48) zusammen.
Die aktuelle Fussball-WM in den USA, Kanada und Mexiko bekommt die studierte Psychologin und Besitzerin eines Yoga-Studios nur am Rand mit. «Ich habe mir bisher keinen ganzen Abend freigehalten oder ein komplettes Spiel angeschaut, weil ich sehr viel unterwegs bin», so das Model. «Aber ich schaue natürlich, wer weitergekommen ist und wie die Spiele ausgegangen sind.»
Während des Spiels modelt sie
Wie sie am Mittwochabend das Spiel von zwei ihrer drei Herzensnationen schaut, weiss sie noch nicht. «Ich bin in Berlin und habe einen Modeljob», sagt sie. «Ob ich das Spiel schaue, muss ich erst noch sehen. Ich drücke jedenfalls beiden fest die Daumen.»