Darum gehts
- Noah Veraguth startet am 7. Mai 2026 in Wil SG Solokarriere
- Er präsentiert eigene Songs und bekannte Lieder, auch auf Portugiesisch
- Von zwölf Konzerten der Tour sind bereits sechs ausverkauft
Im Dezember spielte der Pegasus-Frontmann das allerletzte Konzert mit der Band, die über 20 Jahre sein Leben geprägt hatte. Nun muss sich Noah Veraguth (38) neu erfinden. Und läutet am Abend vom 7. Mai 2026 mit dem ersten Konzert seiner «Songbook Tour» in der Tonhalle Wil SG seine Solokarriere ein.
«Das wird jetzt der persönliche Neustart für mich, bei dem ich wirklich neue Songs spiele und quasi eine neue Identität annehme», sagt Veraguth im Gespräch mit Blick. «Für mich war es wichtig, weiterhin mit den Leuten meine Musik teilen zu können. Wenn man mal auf der Bühne stand und dieses schöne Gefühl erlebt hat, ist es schwierig, das loszulassen.»
Bandende realisierte er erst später
Mit Pegasus prägte Noah Veraguth über viele Jahre die Schweizer Musiklandschaft. Drei Swiss Music Awards haben sie gewonnen, mit Songs wie «Skyline» und «I Take It All» landeten sie weit oben in der Hitparade. Im Januar 2025 gaben Bassist Gabriel Spahni (36) und Gitarrist Simon Spahr (36) den Ausstieg aus der Band bekannt. Im Dezember spielte Pegasus das letzte Konzert in Bern.
«Erst habe ich gar nicht realisiert, dass das jetzt wirklich vorbei ist. Erst nach einer Woche ist mir das eingefahren. Ich hatte vorher wahrscheinlich Angst vor dem Moment, in dem es mir bewusst wird», sagt Veraguth offen. Die Band sei aktuell zwar nicht aufgelöst, aber «on hold». «Ich musste einfach herausfinden, wie ich weiterfahre und was sich für mich am natürlichsten anfühlt. Und das passiert mit dieser Tour.»
Von Beatles über Disney zu Mundart
An seinen zwölf Konzerten präsentiert Veraguth eine Auswahl an Liedern, die «mich geformt und zu dem gemacht haben, was ich heute musikalisch bin», sagt der Bieler Musiker, der am Zürichsee wohnt. Dies seien Songs, die er mit und für Pegasus geschrieben habe. Aber auch Titel, die er für andere komponierte und solche, die ihn geprägt haben. Von den Beatles, Disney, und Mundart. «Und ein Lied auf Portugiesisch. Ich wollte lange nicht in dieser Sprache singen, es fühlte sich für mich nicht richtig an. Obwohl meine Mutter aus Brasilien ist.»
Auch neu geschriebene Solosongs wird Veraguth präsentieren. «Etwas artistischer und alternativer. Wenn ich Poptitel schreibe, klingt es schnell nach Pegasus. Ich will, dass sich meine Solomusik davon unterscheidet.»
Paul McCartney und Robbie Williams machten es vor
Vor Veraguth bewiesen andere Namen, dass sich der Soloschritt nach einer Bandkarriere lohnt: Paul McCartney (83), Robbie Williams (52) und Harry Styles (32) sind nur einige davon. Und auch vorher war Veraguth schon als Einzelkünstler tätig. «Aber eher selten und auch nicht mit demselben Herzblut», gibt er zu. «Jetzt stehe ich vor Neuland – und bin sehr nervös, wie das Publikum auf meine eigenen Werke reagieren wird.»
Tickets für die «Songbook Tour» von Noah Veraguth gibts bei Ticketcorner. Sechs der zwölf Termine sind bereits ausverkauft.