Darum gehts
- Rund 500'000 Zuschauer verfolgten «Donnschtig-Jass» aus Gais AR im TV
- Regina Kempf (82) feierte Comeback, moderierte mit Salzgeber ohne Lampenfieber
- Publikum genoss musikalischen Mix, inkl. Trauffers Hit «Schmutz Nadine»
Der Dorfplatz von Gais AR verwandelt sich am Donnerstagabend in eine riesige Bühne. Rund 4000 Menschen sind live vor Ort, rund 500'000 weitere sitzen daheim vor dem Fernseher. Der «Donnschtig-Jass» macht Halt auf einem der schönsten Dorfplätze der Ostschweiz.
Den Auftakt in die Sendung macht niemand Geringeres als Regina Kempf (82). Die ehemalige TV-Ansagerin war jahrelang ein Aushängeschild des Schweizer Fernsehens und feiert an diesem Abend ihr grosses Comeback. Ganz ohne Lampenfieber geht das nicht: «Ich bin ein bisschen aus der Übung», witzelt sie in der Sendung.
Auch Moderator Rainer Maria Salzgeber (56) freut sich sichtlich über den prominenten Gast: «Ich habe grosse Freude und bin stolz, dass du hier bist.» Im Gespräch mit Kempf schwärmt Salzgeber: «Eine Riesenehre für uns, wenn man von so einer Legende angesagt wird.» Kempf selbst spricht davon, wie speziell es sei, das Ansagen noch einmal zu erleben – es wecke Erinnerungen an andere Grossanlässe, bei denen sie dabei war. Immer wieder taucht sie im Verlauf der Sendung auf.
Einziger Wermutstropfen: Regina Kempf hätte den «Donnschtig-Jass» gerne in Herisau AR statt in Gais AR anmoderiert. «Seit zwei Jahren wohne ich wieder in Herisau und bin mich am Einleben.» Gais AR hat sich in der Vorwoche gegen Herisau AR durchgesetzt.
Volksmusik trifft auf Rhythmus
Musikalisch eröffnen Sängerfreunde und DJ Tanja La Croix (44) den Abend. Sie verbinden Schweizer Volksmusik mit tanzbaren Beats und sorgen damit für einen coolen Auftakt. Im ersten Viertel spricht dann Publikumsliebling Simon Ehammer (26) über seine Heimat: «Man ist füreinander da, man kann sein, wie man will, mit dem Blick auf den Alpstein lebt es sich besser.» Nach grossen Erfolgen zurück im Appenzellerland, bleibt er bescheiden: Er sei «immer noch der Simon». Und weiter: «Du fühlst dich einfach normal und kannst es geniessen.»
Kurz vor neun betritt Trauffer die Bühne und performt seinen Hit «Schmutz Nadine». Auf die Frage, ob es auch in seinem eigenen Leben eine Schmutznadine gegeben habe, antwortet er augenzwinkernd: «In meinem Kopf gibt es sie immer noch.» Und philosophisch fügt er an: «Das Leben schreibt die schönsten Geschichten.»
Darum singt Linda Fäh jetzt Mundart
In der zweiten Hälfte der Sendung kommt Linda Fäh (38) zu Wort. Die Sängerin erklärt, warum sie neu auf Mundart singt: «Ich habe 15 Jahre lang deutschen Schlager gemacht. Aber ich glaube, auch durchs Mami-Sein in den letzten drei Jahren, habe ich mich einfach nach Heimat gesehnt. Und das vor allem eben auch musikalisch. Also ganz viel Swissness in meiner neuen Musik. Und natürlich eben vor allem Mundart. Zurück zu den Wurzeln!» Ihr neues Album trägt den passenden Titel «Heimat im Herz».