Darum gehts
- Beatrice Egli blickt auf Kindheit am Hüttnersee zurück, schätzt Heimatmomente
- Beendete ihre TV-Show für neue Projekte, spielt in Sat.1-Serie mit
- Grosses Ziel: Hallenstadion-Konzert am 10. Oktober mit spektakulärer Bühnenshow
Die Freude steht ihr ins Gesicht geschrieben, als Beatrice Egli (38) vom Parkplatz aus runter zu der Badi des Hüttnersees in Richterswil ZH und der malerischen Landschaft im Hintergrund blickt. Sofort kommen Erinnerungen an ihre Kindheit hoch. Egli zeigt auf einen nahe gelegenen Bauernhof: Da habe sie früher bei Caterings mitgeholfen, weil ein Mitarbeiter der Metzgerei ihrer Familie dort wohnte. «Das waren immer schöne Feste», erzählt die in Pfäffikon SZ aufgewachsene Schlagersängerin. Gerade als Kind sei sie öfter am Hüttnersee gewesen. «Wenn wir mal nicht in den Zürichsee wollten, ist man ja auch schnell hier oben.»
Beruflich ist Beatrice Egli viel im Ausland, umso mehr hat sie ruhige Momente im Grünen schätzen gelernt. «Die Natur bedeutet mir sehr viel. Sie ist mein Rückzugsort und Kontrastprogramm zu meinem Alltag, in dem ich viel unterwegs bin.» Deshalb freue sie sich auch sehr auf die anstehenden Sommerferien im Tessin. «Weil ich so viel unterwegs bin, bin ich froh, mal nicht in den Flieger steigen zu müssen.» Mittlerweile sei sie eine «kleine Heimat-Touristin» geworden. «Die Schweiz hat die schönsten Orte, und ich liebe es, diese zu erkunden.» Eine grosse Inspirationsquelle dafür ist auch ihr Mami Ida Egli-Keller (61). «Sie ist viel auf Wanderungen unterwegs und nimmt mich regelmässig auf wunderschöne Touren mit.»
Das Aus ihrer TV-Show war eine harte Entscheidung
Den Freiraum für solche Dinge schafft sich Beatrice Egli mittlerweile gezielt. Über all die Jahre habe sie gelernt, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. Deshalb beendete sie kürzlich nach acht Ausgaben auch eines ihrer Herzensprojekte: die «Beatrice Egli Show». Die Entscheidung sei ihr unglaublich schwergefallen. «Ich habe die Sendung geliebt, aber wenn ich etwas mache, mache ich es richtig. Und das wäre momentan nicht möglich gewesen, mit all dem Neuen, das ich jetzt mache.»
Egli spricht damit unter anderem ihre Rolle in der Sat.1-Serie «Die Landarztpraxis – Team Sonnenhof» an. «Es ist ein grosser Traum von mir, der damit in Erfüllung geht.» Einige Zeit stand sie vor der Kamera und konnte dabei von ihrer Schauspielausbildung profitieren, die sie noch vor ihrem «DSDS»-Sieg 2013 in Hamburg (D) absolviert hatte. «Es hat mir so viel Freude gemacht, in die Rolle von Céline Huber zu schlüpfen. Das Resultat habe ich selbst noch nicht gesehen und kann die Folgen, die in wenigen Wochen ausgestrahlt werden, kaum erwarten.» An der Schauspielerei wolle sie auf jeden Fall dranbleiben, denn ihr sehnlichster Wunsch bleibt weiterhin ein eigener Fernsehfilm. «Die Serienrolle war ein toller Anfang, aber ich träume gross.»
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Vorerst liegt ihr Fokus auf einem anderen Projekt: Als erste Schweizer Musikerin will Egli am 10. Oktober das Hallenstadion in Zürich füllen. «Auch das ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht», strahlt sie. Gerade arbeitet sie an der «wahnsinnigen Bühnenshow», in der auch das eine oder andere bekannte Gesicht aus der Musikszene einen Gastauftritt haben wird.
Gerüchte um Liebesleben
Ihre Fans hoffen natürlich auf einen Besuch von Florian Silbereisen (44): Seit Jahren wird darüber spekuliert, ob die beiden mehr sind als nur Schlagerkollegen. «Alles, was man darüber sagen könnte, lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen: Das wissen nur wir», sagt sie. Beatrice Egli spielt damit auf das gemeinsame Duett der beiden an, das sie erst kürzlich beim Schlagerboom Open Air vertraut auf einer Schaukel sangen. «Wir geniessen die Zusammenarbeit jedenfalls sehr.»
Ob sie vergeben ist, darüber schweigt Egli seit einigen Jahren bewusst.
Auch habe sich ihre Definition von Liebe über die Zeit geändert. «Mit jedem Jahr und all den Erfahrungen und Begegnungen, die ich machen darf, wird mir bewusster, wie wichtig die Liebe ist – die Liebe zu sich selbst, die Liebe zur Erde, zur Natur, die Liebe zu deinen Mitmenschen. Ich bin jemand, der das nicht auf einen Menschen reduziert.» Das sei ihr zu wenig. Dafür sei Liebe zu kostbar. «Ich finde, auch die Liebe zum Beruf und zu dem, was du machst, ist so wichtig, weil es dein Leben einfach mit dem erfüllen wird, was dir guttut.»
Viel Lebensfreude
«Ich liebe das Leben» von Schlagerlegende Vicky Leandros (73) sei schon immer ihr Lieblingslied gewesen. Denn Beatrice Egli findet: «Es hat noch viel mehr Bedeutung bekommen mit jedem Jahr mehr, das ich auf diesem Planeten sein darf.» Deshalb will sie heute jeden Moment in vollen Zügen geniessen. Das kommende Konzert im Hallenstadion vergleicht sie mit der Besteigung des Matterhorns vor fünf Jahren. «Daraus habe ich gelernt: Der Moment oben ist kurz – also geniesse ich die Vorbereitung und die Zeit nach dem Auftritt umso mehr.»
Auf der Bühne will sie dann auch ihren neusten Hit «Zyt zum Heicho» präsentieren. Darin singt die Schwyzerin von ihrer engen Verbundenheit zu ihrer Heimat. Auf diese will sie am 1. August – wie immer ohne Alkohol – anstossen. Der Feiertag war für sie lange Zeit mit Arbeit verbunden, erzählt die Metzgerstochter. «Wir haben oft auf der Alp ausgeholfen und Brunches organisiert.» Dennoch gab es immer gemütliche Stunden im Kreis der Familie, mit gemeinsamen Grillabenden und Feuerwerk, erinnert sie sich. «Die Höhenfeuer in den Schweizer Alpen sind für mich bis heute das Schönste am ganzen Nationalfeiertag», schwärmt Beatrice Egli. Wo genau sie am 1. August sein wird, weiss sie noch nicht. Sicher ist jedoch, dass sie den Tag im Kreise ihrer Liebsten und mit viel Dankbarkeit im Herzen verbringen wird.