Darum gehts
- Schweizer Auswanderer lebt in Washington D. C., liebt Natur und Familie
- Arbeitet von 10 bis 23 Uhr, pendelt mit E-Bike oder Auto
- Vermisst die Schweizer Berge, plant Rückkehr bei Schuleintritt der Tochter
Aktuell bewegt mich die Frage, wie es angesichts der aktuellen Weltlage weitergeht.
Wenn ich morgens aufwache, höre ich Radio, einen lokalen Sender hier in Washington D. C.
Zum Frühstück esse ich Brot mit Konfitüre, dazu ein Ei oder Joghurt. Das Zmorge mit unserer dreijährigen Tochter ist mir heilig.
Zur Arbeit fahre ich mit dem Auto oder E-Bike – je nach Jahreszeit und Wetter. Auf dem Bike brauche ich zehn Minuten, mit dem Auto doppelt so lange.
Mein Arbeitstag dauert normalerweise von 10 bis 23 Uhr.
Am Feierabend gönne ich mir ein kaltes Bier: am liebsten ein österreichisches Eggenberg-Pils.
Typisch amerikanisch an mir ist, dass ich keinem so strengen Zeitplan mehr folge, was Mahlzeiten betrifft: Statt um 12 gibts Mittagessen schon mal um 14 Uhr und Znacht erst um 20 Uhr.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!
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Touristen aus meiner Heimat zeige ich gute Restaurants, die vielen urbanen Nationalparkflächen in der Hauptstadtregion, und ich nehme sie mit zu einem Baseballspiel.
Überschätzt werden hier die Offenheit und die Freundlichkeit der Amerikaner, die oft sehr unverbindlich sind.
Am meisten stört mich an den USA im Moment das ganze politische Larifari.
Von der Schweiz vermisse ich die Natur, vor allem die Berge. Und natürlich meine Familie. Für alles andere haben wir einen Weg gefunden, es zu organisieren.
Beruf: Koch.
Leben in Zahlen: Bewohnt mit Frau und Kind eine Wohnung; verdient genug, «um mit der
Familie ein gutes Leben zu führen». Wie viel ein Brot in Washington D. C. kostet? «Ich kenne den Preis für ein Bier: 6 bis 8 Franken.» Der Coiffeur kostet 24 Franken, vor 15 Jahren warens noch 12.
Nach der Kochlehre im «Quellenhof» in Bad Ragaz SG folgte er als 19-Jähriger dem Ruf eines ehemaligen Kollegen nach Dubai. Drei Jahre arbeitete er in der Wüstenmetropole, wechselte danach für zwei Jahre nach Irland, zog von dort 2007 nach New York und 2011 weiter nach Washington D. C.
Zusammen mit einem Partner betreibt er dort das als bestes Schweizer Restaurant der USA ausgezeichnete «Stable».
Beruf: Koch.
Leben in Zahlen: Bewohnt mit Frau und Kind eine Wohnung; verdient genug, «um mit der
Familie ein gutes Leben zu führen». Wie viel ein Brot in Washington D. C. kostet? «Ich kenne den Preis für ein Bier: 6 bis 8 Franken.» Der Coiffeur kostet 24 Franken, vor 15 Jahren warens noch 12.
Nach der Kochlehre im «Quellenhof» in Bad Ragaz SG folgte er als 19-Jähriger dem Ruf eines ehemaligen Kollegen nach Dubai. Drei Jahre arbeitete er in der Wüstenmetropole, wechselte danach für zwei Jahre nach Irland, zog von dort 2007 nach New York und 2011 weiter nach Washington D. C.
Zusammen mit einem Partner betreibt er dort das als bestes Schweizer Restaurant der USA ausgezeichnete «Stable».
Die Schweiz kann von den USA lernen: momentan, was man politisch nicht machen sollte.
Schweizer Politik verfolge ich eher weniger, lese ab und zu blick.ch oder erfahre davon von meinen Eltern.
Ich würde zurückkehren, wenn unsere Tochter in die Schule kommt – dann ist das tatsächlich ein Thema.
Mein Tipp an andere Auswanderer: einfach wagen – zurück in die Schweiz kann man immer.