Darum gehts
- Gastrokönig Michel Péclard nahm in zwei Monaten 15 Kilo ab
- Die erste Abnehmspritze hat er überhaupt nicht vertragen
- Gewicht: Von 108 auf 93 Kilo, Péclard fühlt sich «absolut grossartig»
Und ewig locken die Fischknusperli und Bratwürste. Sie sind Teil des Erfolgsrezepts von Gastrokönig Michel Péclard (57), der rund um den Zürichsee und in Zug 18 Betriebe führt. Seine Lokale laufen auf Hochtouren, der Rubel rollt – und die Kilos gleich mit.
«Es ist nicht einfach als Gastronom, wenn alle gern ein Glas mit dir trinken wollen. Was ich immer auch sehr gerne gemacht habe. Doch das hat sich dann auch entsprechend bei meinem Körper gezeigt. Ich wurde immer fetter», sagt er gegenüber Blick.
Michel Péclard kämpft gegen sein Gewicht
Der Kampf gegen die Waage begleitet ihn seit Jahren. Diäten, Ayurveda-Kuren, Entschlackungs-Programme – alles schon da gewesen. Der klassische Jo-Jo-Effekt. Und dann, vor etwas mehr als einem Jahr, auch wegen schlechter Zuckerwerte: die Abnehmspritze Ozempic.
«Die hab ich aber so was von schlecht vertragen. Ich wurde lustlos, hatte null Energie und am schlimmsten, es killte meine Kreativität. Also hab ich sie wieder abgesetzt.» Zurück in den Gastro-Alltag, zurück ins gute Leben – und zurück zu den Kilos. Bis sich alles im letzten Oktober dramatisch verschiebt.
In Argentinien, auf der Ranch «Estancia Ojo de Agua» von Yello-Star Dieter Meier (81), passiert es: Michel Péclard fällt vom Pferd. Ein unsanfter Sturz, der Spuren hinterlässt – nicht nur körperlich, sondern vor allem im Kopf. Zurück in der Schweiz führt ihn der erste Weg zu seiner Ex-Frau, der Dermatologin Mandana Péclard (55).
Er hat in zwei Monaten 15 Kilo verloren
Und die nimmt kein Blatt vor den Mund. «Sie hat mir als Erstes den Kopf gewaschen und klargemacht, dass ich zu dick sei. Und es für ein Pferd eine Zumutung sei, einen über 50-jährigen Mann mit über 100 Kilo den Hang rauf zu tragen. Ich müsse dringend etwas machen.»
Sie organisiert Abklärungen bei Spezialisten, nach dem Reitunfall wird Péclard medizinisch durchgecheckt, da er auch Nackenprobleme habe. Und sie hakt bei ihm nach. «Mandana hat mir nochmals klargemacht, dass ich abnehmen müsse. Und mir die Abnehmspritze Mounjaro verschrieben, was mir auch andere Ärzte empfohlen haben. Die nehme ich nun seit zwei Monaten. Ich habe in der Zeit 15 Kilo abgenommen. Von 108 bin ich nun auf 93 Kilo. Das Ziel sind 85 Kilo.»
«Speziell bei Michel macht die Abnehmspritze aus rein gesundheitlichen Gründen Sinn, da er punkto Herz und Kreislauf vorbelastet ist», sagt Dermatologin und Internistin Mandana Péclard und ergänzt: «Ich habe ihm gesagt: ‹Willst du deine Enkelkinder sehen, musst du jetzt abnehmen.›»
Heute klingt Péclard deutlich leichter – nicht nur auf der Waage. Auch im Kopf. «Ich trinke fast keinen Alkohol mehr, weil ich einfach keine Lust habe. Schlafe tausendmal besser und meine ganze Kreativität ist zurück wie mit einem Superbooster», sagt er über sein neues Lebensgefühl.
Ob jemand für die Abnehmspritze geeignet ist, muss medizinisch abgeklärt und ärztlich verordnet und begleitet werden. Gespritzt wird in der Regel wöchentlich. Die Kosten belaufen sich monatlich auf 200 bis 500 Franken.