Wie Kronprinzessin Mette-Marit
Auch Prinz Daniel lebt mit Spenderorgan

Die Nachricht von Mette-Marits Lungentransplantation lenkt den Blick auf ein weiteres Mitglied des europäischen Hochadels: Prinz Daniel von Schweden lebt seit 2009 mit einem Spenderorgan.
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Leben beide mit einem Spenderorgan: Mette-Marit und Prinz Daniel von Schweden.
Foto: imago/PPE / imago/dts Nachrichtenagentur

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) erhielt am Rikshospitalet in Oslo eine Lungentransplantation
  • Solche Eingriffe haben höhere Abstossungsraten und geringere mittlere Überlebenszeiten
  • Prinz Daniel von Schweden lebt seit 2009 mit einer Spenderniere seines Vaters

Die kürzlich erfolgte Lungentransplantation von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) sorgt für Aufsehen. Viele Royal-Beobachter erinnern sich in diesem Zusammenhang: Auch Prinz Daniel von Schweden (52) lebt seit dem Jahr 2009 mit einem Spenderorgan. Am 27. Mai unterzog sich der Ehemann von Kronprinzessin Victoria (48) damals am Universitätskrankenhaus Karolinska in Stockholm einer rund sechsstündigen Nierentransplantation. Die neue Niere stammte von seinem eigenen Vater, Olle Westling.

Daniels Erkrankung war lange Zeit nicht öffentlich bekannt. Der Prinz litt an einer angeborenen Nierenerkrankung. Als Victoria und Daniel Westling am 24. Februar 2009 ihre Verlobung bekannt gaben, war er bereits krank – die Öffentlichkeit wusste damals jedoch nichts davon. Erst Jahre nach der Operation sprach er öffentlich darüber. «Bevor ich eine neue Niere bekam, durchlebte ich eine kurze, aber intensive Krankheitsphase. Ich bekam ein ganz neues Leben, als ich die Niere von Papa bekam», erklärte er 2017 gegenüber schwedischen Medien, darunter «Aftonbladet».

«Bislang erfolgreich verlaufen»

Erst Mittwochmorgen hatte das norwegische Königshaus die Transplantation bei Mette-Marit bestätigt. «Die Kronprinzessin hat sich im Rikshospitalet in Oslo einer erfolgreichen Lungentransplantation unterzogen», hiess es in einer Mitteilung. Der Eingriff sei «bislang erfolgreich verlaufen».

Wie alle anderen Patienten nach einer Transplantation wird die Kronprinzessin noch mehrere Wochen im Rikshospitalet bleiben, hiess es weiter. Dies sei eine Routinemassnahme, um die Medikation anzupassen, eventuelle Komplikationen zu behandeln und Rehabilitationsmassnahmen durchzuführen, erklärte in der Mitteilung Are Holm, Leiter der zuständigen Abteilung am Rikshospitalet.

Fälle sind schwer vergleichbar

Trotz der Parallele unterscheiden sich die beiden Fälle deutlich. Daniel erhielt eine Niere von seinem Vater, einem lebenden Spender, und konnte nach der Transplantation wieder uneingeschränkt zu seinen royalen Pflichten zurückkehren. Er muss allerdings wie alle Organempfänger dauerhaft immunsuppressive Medikamente einnehmen, um eine Abstossungsreaktion zu verhindern. Die Lebenserwartung nähert sich bei stabiler medikamentöser Einstellung häufig jener der Normalbevölkerung an.

Bei Mette-Marit handelt es sich hingegen um eine Lungentransplantation. Solche Eingriffe sind mit höheren Abstossungsraten, häufigeren Infektionen und einer insgesamt niedrigeren mittleren Überlebenszeit verbunden, auch wenn sich die Ergebnisse in den letzten Jahren verbessert haben, heisst es bei grossen Gesundheitsorganisationen wie NHS und Mayo Clinic.

Auch ausserhalb der Königshäuser gibt es prominente Beispiele für Menschen, die dank eines Spenderorgans ein weitgehend normales Leben führen können. Einer der bekanntesten Fälle im deutschsprachigen Raum ist Roland Kaiser (74). Der Schlagersänger erhielt 2010 aufgrund seiner schweren COPD-Erkrankung eine Spenderlunge und steht bis heute auf der Bühne.


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