Darum gehts
- König Carl Gustaf und Silvia feiern Goldene Hochzeit in Stockholm
- Silvia erhielt Seraphinen-Medaille für jahrzehntelanges humanitäres Engagement
- 50 Jahre Ehe, drei Kinder, neun Enkel und eine geplante Serie
Stockholm schwelgt in Gold. Am Samstag, dem 13. Juni, feiern König Carl Gustaf (80) und Königin Silvia (82) ihre Goldene Hochzeit. 50 Jahre Ehe, drei Kinder, neun Enkelkinder und eine Liebesgeschichte, die einst bei den Olympischen Spielen 1972 in München begann. Eigentlich fällt ihr Hochzeitstag auf den 19. Juni. Weil dann in Schweden das Mittsommerfest ansteht, wurde die grosse Jubiläumsfeier um eine Woche vorgezogen.
Und die hat es in sich: Dankgottesdienst im Schloss, Fahrt mit der historischen Königsschaluppe Vasaorden, Kutschenprozession durch Stockholm, Konzerte und am Abend ein festliches Dinner im Palast. Ganz Schweden feiert mit. Der süsseste Star des Tages? Nicht Kronprinzessin Victoria (48), nicht Prinzessin Madeleine (44) – sondern Mini-Prinzessin Ines (1). Die jüngste Enkelin des Königspaares wird von Papa Prinz Carl Philip (47) stolz in die Schlosskirche getragen und sorgt sofort für Herzklopfen bei den Royal-Fans. Klein, geschniegelt und einfach zum Verlieben.
Prinzessin Estelle fehlt an der Feier
Dabei fehlen einige prominente Royals. Enkelin Estelle (14) ist auf Sprachreise. Dänemarks König Frederik (58) musste absagen. Auch Norwegens Kronprinz Haakon (52) bleibt wegen der schweren Erkrankung seiner Frau Mette-Marit (52) fern. Besonders rührend: Nur zwei Tage vor den Feierlichkeiten machte Carl Gustaf seiner Silvia ein Geschenk mit Symbolkraft. Vor den Augen ihrer Kinder verlieh er ihr die Seraphinen-Medaille – Schwedens älteste und seltenste Auszeichnung. Eine Ehrung für ihr jahrzehntelanges humanitäres Engagement.
Es ist sein sehr öffentliches Liebesbekenntnis nach einem halben Jahrhundert Ehe. Und vielleicht auch ein Dank für ihre standhafte Loyalität. Während sie stets skandalfrei blieb, sorgte er mit wiederkehrenden Affärengerüchten und seinem ausschweifenden Partyleben in jüngeren Jahren für erhitzte Gemüter. Die Schweizer Society-Lady Vera Dillier, die ihr Alter nicht öffentlich macht, liebte den heutigen Schweden-König einen Sommer lang, wie sie Blick exklusiv erzählte und dazu ein gemeinsames Foto zeigte.
Schweizerin war Sommerliebe des Königs
Kennengelernt in einer Disco im luxuriösen Partyort Saint-Tropez an der Côte d’Azur, liess sie den damaligen Single zunächst abblitzen. Dann funkte es doch. «Spass und Sport waren unser gemeinsamer Nenner.» Nach Monaten voller Leichtigkeit habe sie die Beziehung beendet, so Dillier. «Mir wurde bewusst, ich hätte mein Privatleben an der Garderobe abgeben müssen. Das im Tausch mit der Krone? Nein danke. Der Preis war mir zu hoch», so Dillier.
Bezahlt hat ihn die einst bürgerliche Silvia Sommerlath. Dass die Liebe der beiden bis heute fasziniert, zeigt auch ein neues TV-Projekt. Derzeit entsteht eine Serie über ihre Romanze – von der ersten Begegnung in München bis zur Traumhochzeit 1976. Ausgerechnet die Hauptfiguren selbst sind davon allerdings wenig begeistert. Silvia findet es «merkwürdig», über lebende Menschen eine Serie zu drehen, Carl Gustaf nennt die Idee gar «schrecklich».
Zwei Details sorgen bei Royal-Fans für Gänsehaut: Königin Silvia trägt ein Kostüm in der Farbe der Liebe. Und das Konzert am Samstagabend erinnert an einen legendären Moment der Popgeschichte. Am Vorabend ihrer Hochzeit 1976 präsentierte die schwedische Kultband Abba erstmals öffentlich ihren Welthit «Dancing Queen» – als musikalische Verbeugung vor Silvia. Fünf Jahrzehnte später schliesst sich der Kreis. 50 Jahre nach dem Jawort zeigt sich: Aus der deutschen Hostess und dem schwedischen König wurde eine der beständigsten Liebesgeschichten Europas. Und heute feiert nicht nur die Familie. Ein ganzes Königreich feiert mit.