Darum gehts
- Prinzessin Diana wählte 1981 einen «Ring von der Stange»
- Der 12-karätige Saphir-Ring kostete damals rund 28’000 Pfund
- Wert heute: 145'456 CHF, getragen von Kate Middleton seit 2010
Lady Diana (1961–1997) war nicht nur die Prinzessin der Herzen, sondern auch die der Rebellion. Im goldenen Käfig sitzend, rüttelte sie mit ihren Aussagen und Taten immer wieder am starren System der Jahrhunderte alten britischen Monarchie. Da überrascht es wenig, dass sie sich auch mit ihrer Verlobung über Traditionen hinwegsetzte – und damit für einen Eklat sorgte.
Als sich Diana, damals noch Spencer, und Prinz Charles (77) am 24. Februar 1981 verlobten, löste vor allem eines Wirbel in der Presse aus: Dianas Verlobungsring. Es ist eben jener blau funkelnde Saphir, den Jahrzehnte später Prinz William (43) seiner Kate (44) an den Finger steckte.
Kein Ring für eine Prinzessin
Wieso aber löste ein so schöner Ring in den 80er-Jahren öffentlichen Ärger aus? Die Antwort ist so simpel wie versnobt: Der Ring war kein Unikat – und damit wohl nicht gebührend für eine angehende Königin. Kurz nachdem die Verlobung bekannt wurde und Diana und Charles den Ring beim traditionellen Fotoshooting in Szene setzten, stürzte sich die Presse auf Dianas «Ring von der Stange». Recherchen ergaben nämlich, dass er aus der regulären Kollektion eines Juweliers stammte, die auch an normale Bürger verkauft wurde. Das Design wurde also nicht exklusiv für Dianas Verlobung angefertigt.
Doch für Diana, die dem Volk immer auf Augenhöhe begegnen wollte und die sich stets bescheiden zeigte, war das kein Problem. Gerüchten zufolge suchte sie sich den Ring sogar selbst aus – auch dies ein Unding, wird die Braut doch traditionell mit dem Ring überrascht. Doch es gibt Berichte, dass ihr eines Abends auf Schloss Windsor eine Schachtel mit unterschiedlichen Verlobungsringen überreicht worden sein soll, von denen sie sich einen aussuchen durfte.
Statt eines traditionellen Diamantrings wählte Diana ihren bekannten Ring mit dem 12-karätigen sri-lankischen Saphir. Nun gut, ganz ohne Diamanten kam sie dann doch nicht aus, immerhin ist der blaue Stein von vierzehn kleinen Diamanten umrahmt. Der Ring soll damals rund 28'000 Pfund gekostet haben, was heute 139’000 Pfund und damit circa 145'500 Schweizer Franken entspricht.
Diana liebte ihren Ring
Während sich die Welt also über die vermeintliche «Massenware» an ihrem Ringfinger echauffierte, liess sich Diana nicht beirren. Sie liebte ihren Ring dermassen, dass sie ihn sogar nach der Trennung von Prinz Charles weiter getragen haben soll. Nach ihrem Tod durch den tragischen Verkehrsunfall am 31. August 1997 ging der Ring in den Besitz ihrer Söhne William und Harry über. Im November 2010 hielt William damit um Kate Middletons Hand an und so bleibt er bis heute einer der bekanntesten Verlobungsringe überhaupt.
Im Übrigen ging auch Prinz Harry (41) nicht leer aus: Als er und Meghan Markle, heute Duchess of Sussex (44), sich im November 2017 verlobten, liess Harry einen Verlobungsring mit einem Diamanten aus Botsuana anfertigen. Der Ring wurde ausserdem mit zwei kleineren Diamanten aus der Schmuckkollektion seiner Mutter Diana besetzt.