Darum gehts
- Eine Masseurin beschuldigt Prinz Andrew eines seltsamen Vorfalls im Juni 2000
- Die Massage fand im Buckingham-Palast statt, Andrew erschien nackt im Raum
- Die Massage kostete 78 Franken, bezahlt vom Konto der Königsfamilie
Die südafrikanische Masseurin Monique Giannelloni macht überraschende Behauptungen. Wie sie gegenüber der britischen «Daily Mail» erklär, soll der Vorfall im Juni 2000 stattgefunden haben – nur wenige Monate bevor Andrew (66) 2001 zum britischen Handelsbeauftragten ernannt wurde.
Laut Giannelloni sei der Kontakt über Ghislaine Maxwell (64) zustande gekommen, einer engen Vertrauten des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953–2019). «Ich bekam zuerst einen Anruf von Maxwells Sekretärin aus New York», berichtet Giannelloni. «Zu dieser Zeit hatte ich viele prominente Kunden, und alles lief über Mundpropaganda. Wie sie an meine Nummer kamen, weiss ich nicht.»
Die Massage selbst beschreibt Giannelloni als bizarr. Sie sei ohne Sicherheitskontrollen in den Palast und direkt in den Raum des damaligen Herzogs von York gebracht worden. «Ich kam in den Raum, und Andrew stand dort in einem Bademantel. Nachdem ich ‹Hallo› gesagt hatte, verschwand er im Badezimmer und kam nackt zurück», so die Masseurin. Sie habe sich zunächst unwohl gefühlt: «Ich war so nervös im Buckingham Palace, dass ich einfach nur meine Routine machte und das tat, was ich konnte. Falls etwas Ungewöhnliches vorgefallen ist, erinnere ich mich nicht wirklich daran, ausser dass er das Handtuch sehr schnell abnahm. Ich kann an diesem Tag wirklich nichts Schlechtes über Prinz Andrew sagen. Ich habe ihn nur einmal massiert.»
Hat der Palast bezahlt?
Die Rechnung über 75 Pfund (etwa 78 Franken) für die Massage sei von Charlotte Manley, der damaligen persönlichen Assistentin des Herzogs, unterzeichnet und vom Konto der königlichen Familie bezahlt worden. Giannelloni zufolge war dies auch ihr einziger Auftrag für Andrew.
Ihre Begegnung mit Maxwell beschreibt sie ebenfalls als ungewöhnlich. «Maxwell sagte zu mir: ‹Ich werde Sie jemandem vorstellen, der berühmter ist als Gott.›» Kurz darauf habe sie den Auftrag für die Massage im Buckingham-Palast erhalten. Bei einem anderen Treffen mit Maxwell sei auch Epstein anwesend gewesen, erzählt Giannelloni. «Sie sprachen davon, eine Insel für etwa 20 Millionen Pfund zu kaufen. Das fand ich sehr seltsam, und es war unangenehm, dass Epstein einfach nur dastand.»