Epstein-Skandal
Britische Regierung will Andrew-Dokumente offen legen

Die britische Regierung will Dokumente zur Berufung von Prinz Andrew als Handelsbeauftragter veröffentlichen. Ermittlungen laufen wegen Verdachts, dass er vertrauliche Infos an den Epstein-Kreis weitergab. Andrew wurde vergangene Woche festgenommen.
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Die britische Regierung will Dokumente zu Andrew publizieren.
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Darum gehts

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  • Die britische Regierung veröffentlicht Dokumente zu Prinz Andrews Handelsbeauftragtenzeit
  • Andrew könnte vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben haben
  • Von 2001 bis 2011 reiste er weltweit als Handelsbeauftragter
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die britische Regierung will Dokumente zur Berufung des früheren Prinzen Andrew zum Handelsbeauftragten veröffentlichen. Das sagte Handelsstaatssekretär Chris Bryant bei einer Debatte im Unterhaus.

Als Reaktion auf eine entsprechende Beschlussvorlage der Liberaldemokraten, sagte der Labour-Politiker: «Wir stehen dem nicht im Weg. Wir werden alles tun, dem nachzukommen, so schnell wir können.» Er schränkte jedoch ein, die Regierung könne kein Material veröffentlichen, das von der Polizei für Ermittlungen benötigt werde.

Der zweitälteste Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. reiste von 2001 bis 2011 als Sonderbeauftragter der britischen Regierung für internationalen Handel und Investitionen um die Welt. Aus den kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten geht hervor, dass Andrew in dieser Funktion vertrauliche Regierungsinformationen an den US-Investor Jeffrey Epstein weitergeleitet haben könnte. Deswegen ermittelt nun die Polizei. In der vergangenen Woche wurde Andrew sogar vorübergehend festgenommen.

Andrew war eng mit Epstein befreundet. Der US-Multimillionär, der inzwischen verstorben ist, betrieb jahrelang einen pädophilen Missbrauchsring, dem zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrfach missbraucht zu haben, zum Teil als sie noch minderjährig war. Der Ex-Prinz bestreitet die Vorwürfe, doch ein Zivilklage Giuffres in den USA endete Berichten zufolge in einem millionenschweren Vergleich. Andrew verlor in der Folge sämtliche Titel und Ehrungen.

Wegen seiner regen Reisetätigkeit als Handelsbeauftragter wurde Andrew auch als «Airmiles Andy» verspottet. Andrew Mountbatten-Windsor sei «ein Mann, der ständig damit beschäftigt war, sich selbst zu beweihräuchern und zu bereichern», sagte Bryant.

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