18 Millionen aus eigener Tasche
Prinz Harry steht nach Gerichtsniederlage vor finanziellem Fiasko

Prinz Harry und seinen Mitklägern droht ein harter finanzieller Schlag: Nach der Niederlage vor dem Londoner High Court fordert der Verlag der «Daily Mail» insgesamt rund 34,5 Millionen Pfund Schadensersatz.
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Prinz Harry hat den Prozess gegen die britische Boulevardpresse verloren.
Foto: imago/i Images

Darum gehts

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  • Prinz Harry und Mitkläger verlieren Datenschutzprozess in London gegen ANL
  • Ihnen drohen Anwaltskosten von 19,6 Mio. CHF wegen fehlender Beweise
  • 34,5 Mio. Pfund Kosten, nur 16,2 Mio. Pfund durch Versicherungen gedeckt
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Sophie OferRedaktorin People

Nach einer krachenden Niederlage vor dem Londoner High Court blicken Prinz Harry (41) und seine prominenten Mitkläger auf ein finanzielles Debakel. Nachdem der Richter die Datenschutzklage gegen Associated Newspapers Limited (ANL), den Herausgeber der «Daily Mail», in vollem Umfang abgewiesen hat, droht den Prominenten nun eine Kostenrechnung von über 18 Millionen Pfund, also rund 19,6 Millionen Schweizer Franken.

Die Klägergruppe – darunter auch Popstar Elton John (79), die Schauspielerin Liz Hurley (61) und Baroness Doreen Lawrence (73) – hatte dem Verlag schwerwiegende Vorwürfe gemacht. Jahrelang hätten Journalisten systematisch Telefon-Hacking, Abhöraktionen und illegale Datenbeschaffung betrieben. Doch Richter Nicklin wies alle 97 Einzelklagen zurück, es fehle an jeglichen Beweisen.

Nun fordert der Verlag Schadenersatz für den vierjährigen Rechtsstreit, wie der «Telegraph» berichtet. ANL verlangt eine sofortige Anzahlung von knapp 10 Millionen Pfund und hat zudem einen Antrag auf eine sogenannte Indemnity Order gestellt. Eine solche Anordnung würde die üblichen Erstattungsgrenzen aufheben und die Kläger voll für die enormen Anwaltskosten haftbar machen.

Der Verlag begründet diesen Schritt insbesondere mit dem «unangemessenen» Verhalten der Kläger. Diese hätten aussichtslose Vorwürfe «bis zum bitteren Ende» verfolgt, Zeugen bezahlt und haltlose Beschuldigungen gegen 77 Medienmitarbeiter konstruiert. 

Müssen den Rest aus eigener Tasche zahlen

Insgesamt sollen sich die Anwaltskosten des Verlags auf 34,5 Millionen Pfund belaufen. Da die Versicherung der Prominenten jedoch nur bis zu 16,2 Millionen Pfund abdeckt, droht den Klägern eine Deckungslücke von 18,3 Millionen Pfund, die sie aus eigener Tasche begleichen müssten. Die Gegenseite hat bisher lediglich rund 8 Millionen Pfund angeboten und weist die Vorwürfe des Fehlverhaltens zurück.

Für zusätzliche Brisanz sorgt die Reaktion des Prinzen: Nach Verkündung des 426-seitigen Urteils veröffentlichten Prinz Harry und Lady Lawrence ein Statement, in dem sie die Integrität des Richters infrage stellten und das Urteil als «eine vollständige und offensichtliche Vertuschung» bezeichneten. Der Verlag sieht darin nur einen weiteren Beweis für das respektlose Verhalten der Kläger gegenüber dem Gericht.

Ob die Prominenten tatsächlich in Millionenhöhe persönlich haften müssen, entscheidet der Londoner High Court in den kommenden Tagen. Klar ist schon jetzt: Harrys Feldzug gegen die britische Boulevardpresse ist vorerst in einem finanziellen Fiasko geendet.

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