Darum gehts
- Linda Fäh veröffentlicht am Freitag ihre Matterhorn-Hymne mit Zermatt Tourismus
- 2009 folgte sie als einzige Miss-Schweiz-Kandidatin einer Einladung nach Zermatt
- 2012 bestieg sie nach einem Jahr Training das 4478 Meter hohe Matterhorn
Schon vor ihrer Wahl zur Miss Schweiz sorgte Linda Fäh (38) für Schlagzeilen: In der SRF-Sendung «Glanz & Gloria» erkannte sie 2009 das Matterhorn auf einem Foto nicht. «Unter aller Sau!», wetterte Polo Hofer (1954–2017) darauf im SonntagsBlick und forderte gar einen «IQ-Test für doofe Missen». «Es ist eigentlich das Beste, was mir je passiert ist», sagt Fäh heute rückblickend.
«Fehler sind erlaubt und sogar wichtig im Leben. Man kann sie in etwas Positives verwandeln, und das habe ich gemacht. Wenn das nicht passiert wäre, wäre ich nie auf dem Matterhorn oben gelandet und ich hätte jetzt nicht den Matterhorn-Song geschrieben.»
«Nie wirklich ins Wallis gereist»
Tatsächlich erscheint am Freitag mit «Matterhorn» ein Lied von Linda Fäh «feat. Matterhorn» in Zusammenarbeit mit Zermatt Tourismus. Die Geschichte von Fäh und Zermatt ist lang, auch wegen Kurdirektor Daniel Luggen (54). «Er lud 2009 alle Miss-Schweiz-Kandidatinnen, die im Quiz das Matterhorn nicht erkannten, ins Wallis ein. Und ich war die Einzige, die dieser Einladung gefolgt ist. Seit da bin ich hin und weg von diesem Berg. Vorher bin ich nie wirklich ins Wallis gereist.»
Ihren Höhepunkt fand Fähs Matterhorn-Geschichte im Jahr 2012. Damals bestieg die damalige Ex-Miss-Schweiz den 4478 Meter hohen Berg. «Ich wurde vom Ausrüster Mammut dafür angefragt und fand die Idee spannend. Danach folgte intensives Training, weil die Besteigung ja nicht ohne ist», so Fäh. «Ich habe mich wirklich ein ganzes Jahr lang intensiv darauf vorbereitet. Ich bin wöchentlich drei- bis viermal eine Stunde joggen gegangen und habe Kletter- und Höhentraining absolviert, damit ich Ausdauer und Technik habe. Das war Höchstleistung, ein Jahr so zu trainieren. Und das hat mir extrem viel mitgegeben für mein Leben. Das Disziplinierte, den Ehrgeiz und den inneren Schweinehund zu überwinden.»
Wallis ist eine zweite Heimat geworden
Seither hat sich auch ihre Beziehung zum Matterhorn verändert. «Es ist für mich mittlerweile viel mehr als ein Wahrzeichen der Schweiz. Alles, was ich angehe, gehe ich wie eine Matterhornbesteigung an. Der Gipfel ist mein Traum und Ziel, und der Weg dorthin ist eigentlich das Spannende», sagt sie.
Anfang Jahr hat Linda Fäh ihre musikalische Ausrichtung angepasst. Weg vom deutschen Schlager hin zur Mundartmusik. Im Januar 2027 erscheint schliesslich ihr neues Album «Heimat im Härz». «Da komme ich zurück zu meinen Wurzeln, zurück zu Abenteuern und Erlebnissen, die ich in meiner Heimat erlebt habe. Da darf ein Lied mit dem Matterhorn nicht fehlen», so Fäh. «Zermatt und das Wallis sind durch meine Geschichte eine zweite Heimat geworden.»