Darum gehts
- Gustav Schäfer rührte bei «Let's Dance» am Freitag zu Tränen
- Tochter Lotti überlebte dramatische Schwangerschaftskomplikationen der Mutter
- Trotz 24 Jury-Punkten und Ausscheiden feiern Fans seinen «Magic Moment»
«Papa, bitte hör nie auf zu tanzen!» Mit diesen Worten rührt die kleine Lotti (9) am Freitagabend bei «Let's Dance» nicht nur das Publikum zu Tränen – sondern auch ihren Vater Gustav Schäfer (36). Der Tokio-Hotel-Drummer zeigt in der beliebten RTL-Tanzshow nicht den Rockstar, der seit Jahren vor Tausenden Fans trommelt. Sondern einen Papa, der offen wie nie über Liebe, Angst und den schwersten Kampf seines Lebens vor über 2,5 Millionen Menschen am TV spricht.
Schon der Einspieler geht mitten ins Herz. Gemeinsam mit seiner Frau Linda Schäfer (42) erzählt Gustav, der unter seinem Vornamen bekannt ist, von ihrem jahrelangen Kinderwunsch. «Wir haben stets und ständig alles probiert», sagte der Musiker ehrlich. Klinikbesuche, Behandlungen, Hormonspritzen – und immer wieder die Hoffnung, dass es endlich klappt. Als seine Frau tatsächlich schwanger wird, folgte der nächste Schock. Die Ärzte entdeckten einen Embryo im Eileiter und einen in der Gebärmutter. Nur eines der Babys kann gerettet werden.
Gustav beendet den Tanz mit Lotti
Linda kommen die Tränen, während Gustav leise sagt: «Das war Lotti.» Plötzlich wird es still im Studio. Denn jeder spürt, wie viel Schmerz und Liebe hinter diesen wenigen Worten steckten. Kurz danach tritt Gustav gemeinsam mit Profitänzerin Anastasia Maruster (28) zu «I Don't Want to Miss a Thing» von Aerosmith aufs Parkett. Der Tanz wirkt wie ein einziges emotionales Liebesbekenntnis an seine Tochter. Gustav tanzt verletzlich, weich und voller Gefühl – völlig anders, als man ihn als Drummer von Tokio Hotel kennt.
Dann der Moment, der selbst TV-Haudegen und Juror Joachim Llambi (61) schlucken lässt: Mitten im Tanz rennt Lotti auf die Bühne und springt ihrem Papa direkt in die Arme. Gustav hält seine Tochter fest, küsst sie auf den Kopf und kämpft sichtbar mit den Tränen. Im Hintergrund erklang ihre Stimme: «Papa, bitte hör nie auf zu tanzen!» Gemeinsam beenden Vater und Tochter den Tanz, der in der Show unter dem Motto «Magic Moments» steht. Am Ende folgt eine innige Umarmung.
Trotz Standing Ovations und Tränen im Studio folgt am Ende das Aus. Die Jury vergibt nur 24 Punkte. Somit ist die Reise in der neunten Show für Gustav und Tanzprofi Anastasia vorbei. Für viele Fans völlig unverständlich. Im Netz sprechen zahlreiche Zuschauer von einem der emotionalsten Momente der gesamten «Let’s Dance»-Geschichte.
Den Pokal hat Gustav am Ende zwar nicht gewonnen. Dafür die Herzen des Publikums. Denn hinter Tokio-Hotel-Ruhm, Tattoos und Rockstar-Leben zeigt sich an diesem Abend vor allem eines: ein Vater, der seine Tochter über alles liebt.