Darum gehts
- Bradley Coopers Film zeigt Ehekrise und Neuanfang eines Paares
- Laura Dern und Will Arnett spielen Hauptrollen in emotionalem Werk
- Film basiert auf wahrer Geschichte und kommt am 19. Dezember 2025 in Kinos
In Bradley Coopers (50) neuem Film «Is This Thing On?», der aktuell in den Schweizer Kinos zu sehen ist, stehen Alex und Tess Novak an einem Wendepunkt: Nach fast 20 Jahren Ehe und zwei Kindern müssen sie sich neu erfinden. Blick sprach mit den zwei Hauptdarstellern, Laura Dern (58) und Will Arnett (55), wieso Partnerschaften scheitern.
«Viele Beziehungsprobleme entstehen, weil Menschen glauben, ständig selbstlos sein zu müssen – und sich dabei selbst verlieren», meint Oscarpreisträgerin Laura Dern, die unter anderem im Film «Jurassic Park» (1993) zu sehen war.
Genau das passiert im Plot von «Is This Thing On?»: Die Novaks funktionieren im Alltag, haben aber aufgehört zu kommunizieren. Will Arnett, der über 15 Jahre lang in der US-Sitcom «Arrested Development» mitspielte, ergänzt: «Verletzlichkeit, vor allem bei Männern, wird oft als Schwäche angesehen – ist sie aber nicht. Erst meine Lebenserfahrung hat es mir erlaubt, so offen zu sein.»
Basiert auf wahren Erlebnissen
Die Geschichte des Films beruht auf den Erlebnissen des britischen Komikers John Bishop (59). «Ich habe noch nie an einem Film gearbeitet, der sich so intim angefühlt hat», sagt Laura Dern. Diese Authentizität habe das Projekt besonders gemacht.
Zu Beginn wirkt Ehemann Alex introvertiert, niedergeschlagen und lustlos. Durch Zufall entdeckt er die Stand-up-Comedy, die ihm nicht nur neue Lebensfreude schenkt, sondern ihm auch ermöglicht, sich schonungslos zu zeigen. Will Arnett bereitete sich akribisch vor und testete seine Gags monatelang in echten New Yorker Clubs. «Es war extrem beängstigend», erzählt er. «Jetzt weiss ich, wie viel Übung es braucht, um mühelos witzig zu sein.»
«So verletzlich war ich vor der Kamera noch nie»
Auch für Laura Dern war der Dreh eine Herausforderung: «So verletzlich war ich vor der Kamera noch nie», gesteht sie. Um die Geschichte glaubwürdig zu erzählen, habe es aussergewöhnliches Vertrauen zwischen den beiden Darstellern gebraucht. «Wir haben uns emotional komplett entblösst – und genau darin lag die Magie.»
Die Ehekrise zwingt die Novaks, zu ihrer eigenen Identität zurückzufinden. Tess kehrt zum Volleyball zurück, Alex lebt durch die Comedy wieder auf. «Manchmal muss man sich erst selbst wiederentdecken, bevor man einander wiederfinden kann», sagt Dern nachdenklich. Arnett nickt: «Der Film zeigt, dass es nie zu spät ist, ehrlich zu sein – zu sich selbst und zueinander. Das kann Ehen zerstören, aber auch retten.»