Darum gehts
- Der ZDF-«Fernsehgarten» feiert Weihnachten am 23. August in Mainz bei 20 Grad
- Kunstschnee, Rentiere und Weihnachtsmützen sorgen für gemischte Zuschauerreaktionen
- 123 Tage bis Weihnachten, Alkoholverbot trotz Andrea Kiewels Glühwein-Witz
Der «ZDF-Fernsehgarten» hat gestern Sonntag Weihnachten gefeiert, vier Monate früher als üblich. Bei Sonnenschein und rund 20 Grad führte Andrea Kiewel (61) in Weiss und mit gefütterter Weihnachtsmütze durch die Live-Sendung vom Mainzer Lerchenberg, dazu rieselte Kunstschnee über das Gelände.
Auf der Bühne standen Tannenbäume, behängt mit Kugeln und Lametta. Selbst echte Rentiere hatte die Redaktion auf den Lerchenberg geholt. «Noch 123 Mal schlafen, dann ist Weihnachten. Es gibt Glühwein für alle», begrüsste Kiewel ihr Publikum. Wobei der Teil mit dem Glühwein nur ein Scherz war, wie das ZDF später klarstellte, immerhin gilt im Fernsehgarten mittlerweile Alkoholverbot.
«Ihr habt doch den Schuss nicht gehört»
Auf dem Programm standen Plätzchenbacken, Wichteln, Tannenbaum-Weitwurf und No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska (50) stimmte den Klassiker «It's the Most Wonderful Time of the Year» an. Während das Publikum vor Ort – ebenfalls in Samichlaus-Mützen oder Weihnachtsanzügen – grossen Spass zu haben schien, sieht das bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten anders aus. Zumindest lässt sich das aus den Online-Kommentaren schliessen.
«Ihr habt doch den Schuss nicht gehört. Wer in aller Gottes Namen will jetzt Weihnachten feiern?», «Dafür zahlen wir Gebühren», «Ich bin echt grosser ‹Fernsehgarten›-Fan aber das heute war eine absolute Lachnummer!», «Ohne Niveau und Stil», «Die Sendung mit Frau Kiewel ist heute beerdigt worden» oder auch «Der schrecklichste Fernsehgarten ever», sind nur einige der Kommentare, die unter dem Instagram-Beitrag zu finden sind.
Doch es gibt auch jene, die an der Weihnachtsshow durchaus Gefallen gefunden haben und gar fordern, dass es nun jedes Jahr eine entsprechende Fernsehgarten-Folge geben soll. «War eine sehr tolle Sendung und einfach mal was anderes! 0815 denken, das können viele, aber einfach mal anders sein nur die wenigen – grosses Kompliment», meint ein anderer Kommentarschreiber.
«Ich finde es saukomisch»
Dass sie mit dieser Ausgabe polarisieren würde, war Kiewel bereits im Vorhinein bewusst. Von ihren Gästen Hugo Egon Balder (76), Ross Antony (52) und Marijke Amado (72) will sie wissen, was diese bei der Einladung für die Weihnachtsedition gedacht hätten. «Das ist typisch ZDF. Die haben einen an der Waffel», meint Balder, während Amado erklärt, auch sie habe sich gefragt, was das soll. «Aber ich finde es saukomisch eigentlich.»
Ross Antony (52) ist regelrecht ausgerastet, als er vom Motto gehört hat. Dies jedoch nicht aus Entsetzen, sondern aus lauter Vorfreude, schliesslich ist er bekannt als grosser Weihnachtsfan. «Ich hab die Bäume vom Dach runtergeholt – ich hab schon geschmückt zu Hause», witzelt der Sänger, der später im Poulet-Kostüm mit seinem Mann Paul Reeves ebenfalls einen Weihnachtsklassiker zum Besten gab.
«Weil wir es können»
Angekündigt hatte die Moderatorin den Termin schon eine Woche zuvor mit der lapidaren Erklärung: «Weil wir es können.» In der Weihnachtssendung selbst erklärte sie nun, dass der Fernsehgarten Weihnachten nie feiern könnte, weil die Fernsehgarten-Saison jedes Jahr viel zu früh ende. Daher musste das Fest eben vorgezogen werden, mit allem Drum und Dran.
Es sind übrigens nicht nur die TV-Zuschauer, die mit der Weihnachtsausgabe nichts anfangen können. Auch eine Blick-Umfrage hat ergeben, dass 70 Prozent der Befragten die Weihnachtsparty als für viel zu früh empfinden. 18 Prozent haben es als witzige Idee bezeichnet, während 13 Prozent es ab Oktober für vertretbar gehalten hätten.