Von «Big Brother» zu «Let's Dance»
Mussolini-Enkelin ist Reality-TV-Star

Alessandra Mussolini ist studierte Medizinerin, einstige Politikerin, Reality-TV-Star, Nichte einer absoluten Filmikone und in ihrer Heimat Italien alles andere als unumstritten.
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Alessandra Mussolini ist die Enkelin von Benito Mussolini.
Foto: imago/Italy Photo Press

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alessandra Mussolini (63) gewinnt «Grande Fratello VIP» in Italien mit 56 Prozent
  • Tante ist Filmlegende Sophia Loren, Grossvater der Diktator Benito Mussolini
  • 2006 homophobe Aussage, jetzt setzt sie sich für LGBTQ-Rechte ein
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Saskia SchärRedaktorin People

Mit 56 Prozent der Zuschauerstimmen sicherte sich Alessandra Mussolini (63) diese Woche den Sieg von «Big Brother VIP» in Italien oder wie es bei unserem südlichen Nachbarn genau heisst: «Grande Fratello VIP». Von einer Teilnahme an dem Reality-TV-Format ist ihr von ihrem Umfeld abgeraten worden – was bei ihr genau den gegenteiligen Effekt ausgelöst hat, erklärte sie vor ihrem Einzug gegenüber «Oggi»: «All diese Skepsis hat mich angespornt.» 

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Dabei war es für sie nicht die erste Teilnahme in einem Unterhaltungsformat: Sie war bereits bei den italienischen Versionen von «Let's Dance» und «The Masked Singer» zu sehen. Ihre Karriere in der Unterhaltungsbranche begann sie in den 1970er-Jahren. Damals trat Mussolini als Model, Sängerin und Schauspielerin auf, zierte 1984 das Cover des «Playboy» und spielte an der Seite von Sophia Loren (91) in dem 1977 erschienenen Film «Ein besonderer Tag». 

Zu der legendären Filmdiva hat Mussolini eine spezielle Verbindung: Loren ist die Schwester ihrer Mutter Maria Scicolone (88) und somit ihre Tante. Scicolone heiratete 1962 den Jazzmusiker Romano Mussolini (1927-2006), das jüngste der fünf ehelichen Kinder von Benito Mussolini (1883–1945).

Homophobe Aussagen und fehlende Distanzierung

In ihrer Heimat ist die studierte Medizinerin allerdings alles andere als unumstritten. Wie ihr Opa war auch sie politisch aktiv, kandidierte 1992 für die neofaschistische Partei Movimento Sociale Italiano (MSI) und hatte später als Abgeordnete von Silvio Berlusconis (1936-2023) Partei Forza Italia gar einen Sitz im Europäischen Parlament inne. Später wechselte sie zur Lega. Von ihrem faschistischen Grossvater Benito Mussolini distanzierte sie sich nie öffentlich.

Die Mutter von drei Kindern sorgte 2006 mit der Aussage «Lieber eine Faschistin als eine Sch*****el» für Aufsehen. Seither hat sich ihre Sicht in Bezug auf die LGBTQ-Community allerdings geändert, und sie setzt sich seit einigen Jahren für deren Rechte ein. 

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