Darum gehts
- Kult-Serie «Friends» bringt Hauptdarstellern jährlich rund 17 Millionen Franken ein
- Lisa Kudrow lobt Matthew Perry als «einzigartiges Genie» nach dessen Tod
- Gagen stiegen von 18'000 auf 800'000 Franken pro Folge während der Serie
Seit 20 Jahren werden keine neuen Folgen mehr gedreht. Trotzdem ist die Kultserie «Friends» nach wie vor omnipräsent. Noch heute laufen die Folgen im TV, auch auf Streaming-Plattformen werden die alten Folgen fleissig geschaut.
Das macht sich auch auf dem Konto der Darsteller bemerkbar, wie Schauspielerin Lisa Kudrow (62) im Interview mit der britischen Zeitung «The Times» bestätigt. Sie spielte zehn Jahre lang die skurrile Phoebe Buffay und gleichzeitig deren Zwillingsschwester Ursula. Zusammen mit Jennifer Aniston (57), Courteney Cox (61), David Schwimmer (59), Matt LeBlanc (58) und dem verstorbenen Matthew Perry (1969–2023) gehörte sie zu den Hauptdarstellern der Serie.
Irre Summe
Alle sechs sollen jährlich rund 17 Millionen kassieren! Sie hatten damals clever verhandelt. Ihre Gagen, die in der ersten Staffel pro Episode bei rund 18'000 Franken lagen, stiegen mit dem Erfolg der Serie auf eine Rekordsumme von knapp 800'000 Franken pro Folge. Diese Verhandlungsstrategie sichert ihnen bis heute ein Mega-Einkommen aus Lizenzgebühren und Nachverwertungen.
Lisa Kudrow wird im Interview auch emotional. Nach dem tragischen Tod von Matthew Perry habe sie «Friends» noch einmal angeschaut und dabei erst richtig erkannt, wie «grossartig» die Show sei. «Früher habe ich nur gesehen, was ich falsch gemacht habe. Heute denke ich: Ich habe meine Sache ganz gut gemacht. Aber Jennifer und Courteney? Einfach unglaublich. David und Matt? Die haben mich zum Lachen gebracht», sagt Kudrow. Besonders Matthew Perry, der Chandler Bing verkörperte, habe sie nachhaltig beeindruckt. «Er war eine Klasse für sich. Ein Genie», schwärmt sie.
Kehrseite der Medaille
Es gibt auch das Gegenbeispiel von «Friends». Der österreichische Schauspieler Peter Weck (95), bekannt aus den «Sissi»-Filmen, wurde zwar ein Weltstar, doch Millionen hat er nie verdient. Gegenüber «Bunte» enthüllt er: «Nach den Dreharbeiten war es aus, dann haben wir keinen Cent mehr bekommen.»
Weck spielte Erzherzog Karl Ludwig, den Bruder von Kaiser Franz Joseph, und finanzierte sich von seiner Gage später einen Maserati und einen Jaguar – doch «für das ganz grosse Geld hat es nie gereicht». Bis heute begeistern die «Sissi»-Filme ein breites Publikum. Dennoch profitiert Weck finanziell nicht von den Ausstrahlungen: «Nur die Produzenten, nicht aber die Schauspieler» erhalten Geld, so Weck.