Spricht offen über Krankheit
Krebskranke Patrice Aminati war lebensmüde

Patrice Aminati, die seit 2023 mit unheilbarem schwarzem Hautkrebs lebt, spricht im «WDR 5 Morgenecho» offen über ihre Krankheit, die täglichen Herausforderungen – und offenbart, dass sie teilweise ans Aufgeben dachte.
Kommentieren
1/5
Influencerin Patrice Aminati spricht auf Social Media immer offen über ihre Krebserkrankung.
Foto: Instagram/patrice.eva

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Patrice Aminati (31) kämpft seit 2019 gegen schwarzen Hautkrebs in Deutschland
  • Sie nutzt soziale Medien, um Betroffene zu ermutigen und aufzuklären
  • In der Schweiz erkranken jährlich rund 3200 Menschen an Hautkrebs
Laszlo_Schneider_Teamlead People–Desk_RM§_2.jpg
Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Patrice Aminati (31) kämpft seit über drei Jahren mit einer unheilbaren Diagnose: schwarzer Hautkrebs. Im «WDR 5 Morgenecho» gab die Influencerin kürzlich einen ehrlichen Einblick in ihre Gefühlswelt. In einem eingespielten Clip sprach sie über die immense Belastung, die die Krankheit mit sich bringt. «Irgendwann war ich lebensmüde», gesteht die Influencerin offen. Nahestehende Personen hätten ihr zwar immer wieder Mut zugesprochen, doch die Erschöpfung sei manchmal überwältigend.

Die ehemalige Partnerin von TV-Moderator Daniel Aminati (52) entschied sich kurz nach ihrer Diagnose, die Krankheit öffentlich zu machen. Sie bereue diesen Schritt nicht – im Gegenteil. «Die Kommunikation mit anderen hat mir sehr geholfen», erklärt Aminati. Sie nutzt ihre Reichweite in den sozialen Medien, um auf das Thema Krebs aufmerksam zu machen und Betroffenen Mut zu machen. «Es gibt so viele Menschen da draussen, die mit chronischen Erkrankungen leben. Und auch die Menschen sollen Teil der Gesellschaft sein und sich nicht verstecken und weiter am Leben teilhaben.»

«Niemand darf in dieser Zeit allein sein»

Im Radiointerview spricht die Deutsche auch über die täglichen Herausforderungen, die ihre Krankheit mit sich bringe. «An manchen Tagen will ich mein Haus nicht verlassen. Ich will mich einfach ins Bett legen und alles vergessen», schilderte sie. Doch sie zwinge sich oft, aktiv zu bleiben, um nicht den Anschluss zu verlieren. «An einem Tag ist man kämpferisch. Am nächsten Tag denkt man: ‹Ich bin so einsam und ich bin der einzige Mensch, dem es so geht.›»

Mit ihrer Offenheit möchte Aminati anderen Mut machen, sich Hilfe zu holen und über ihre Gefühle zu sprechen. «Niemand darf in dieser Zeit allein sein», appelliert sie an Betroffene. Für sie sind nicht nur Erkrankte, sondern auch ihre Angehörigen, Pfleger und Ärzte die «wahren Helden des Alltags». Besonders wichtig sei es, nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen und auch mal egoistisch zu sein.

Aminati prangerte kürzlich in sozialen Medien an, wie Menschen mit Krebs ausgegrenzt würden. Die Influencerin setzt sich aktiv für Krebsvorsorge ein und betont, wie entscheidend es sei, die Krankheit früh zu erkennen. Ihr Ziel: Erkrankte sollen sich nicht verstecken oder ausgeschlossen fühlen, sondern als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden. «Seinem Unmut Luft machen und sich Hilfe holen – das ist nämlich wirklich eine Stärke», sagt sie.

Was sagst du dazu?
Meistgelesen