Darum gehts
- Stefan Raab muss sich auch für neue Show «Wer weiss wie wann was war?» Kritik anhören
- Sendung wird Quotenerfolg, Publikum zerreisst sie trotzdem
- RTL investiert 90 Millionen Euro über fünf Jahre für Raabs Projekte
Was Stefan Raab (59) anpackt, wird zu Gold. Das war vielleicht vor 20 Jahren so. Seit seinem Comeback im September 2024 muss sich der einstige deutsche TV-Grossmeister für seine neuen Shows vom (Netz-)Publikum vor allem eines anhören: herbe Kritik. Das gilt auch für seine neue Quiz-Show «Wer weiss wie wann was war?»
Viele sehen Raabs Auftritte als nicht mehr zeitgemäss an. «Man hätte zu Glanzzeiten abtreten und sich mit den Millionen einen schönen Lebensabend machen können. Stattdessen bleibt man als aus der Zeit gefallener Captain Cringe in Erinnerung, der es nicht sein lassen konnte», schreibt etwa ein Nutzer. «Ich glaube, die TV-Zeit von Raab ist vorbei ...», liest man an anderer Stelle. «Schade, Raab, das ist einfach nur schlecht», findet ein dritter Zuschauer.
Die Rezensionen der Social-Media-Nutzer fallen mitunter vernichtend aus. «Es ist fast schon tragisch, zu sehen, wie die einstige Entertainment-Grösse Raab so komplett den Riecher dafür verloren hat, was funktioniert und was einfach nur peinlich ist», postet ein Nutzer und schreibt im gleichen Post von einem «Cringe-Festival».
Raabs Co-Moderatorin Barbara Schöneberger (52) kommt bei den Zuschauern deutlich besser weg. «Sie ist ein Unikum. Schaue eigentlich nur wegen ihr weiter», so eine Nutzerin. «Er alleine dort wäre fad», stimmt eine Kommentarschreiberin zu.
Publikumswende bleibt aus
Trost spenden dürften Raab die Quoten: Insgesamt lag die ab 20.15 Uhr gemessene Sehbeteiligung bei 1,81 Millionen Menschen. Das entspricht 17 Prozent Marktanteil. Medienportale wie digitalfernsehen.de oder fernsehserien.de attestierten Raab ein «fulminantes Debüt» oder einen «erfolgreichen Start».
Für RTL steht dennoch weiterhin viel auf dem Spiel: 90 Millionen Euro zahlt der Sender Raab über fünf Jahre. Die bisherige Bilanz bleibt durchwachsen.
Erstmals entgeht Raab einem Quoten-Debakel. Die Frage ist, ob er das nicht Barbara Schöneberger zu verdanken hat. Eine echte Publikumswende sieht für den einstigen «TV Total»-Moderator anders aus.