Darum gehts
- Mirja Boes' Hit «20 Zentimeter» steht neu auf einer Liste problematischer Festlieder
- Die Stadt bittet Festwirte freiwillig um Verzicht, ein formelles Verbot gibt es laut BR24 nicht
- Auch Vincent Gross sagte, der SWR habe seinen Song «Camping» 2025 als zu anzüglich abgelehnt
Mirja Boes' (55) Ballermann-Hit «20 Zentimeter» steht seit Mai auf einer Liste von Songs, die auf einem Erlanger Volksfest möglichst nicht mehr gespielt werden sollen. Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt stuften den Partysong, den Boes im Jahr 2000 unter dem Künstlernamen «Möhre» veröffentlichte, als sexistisch ein.
Wie reagierte die 55-Jährige auf diese Nachricht? «Ich war stolz», erklärte sie in der neuesten Podcastfolge «Betreff: Leben» von «Bergdoktor»-Star Hans Sigl (57). Wirkliches Verständnis brachte sie aber nicht auf: Sie habe das Lied zwar gesungen, sei aber schliesslich nie «mit einem Massband durch den Alltag gegangen».
Kein Verbot, sondern Sensibilisierung
Laut «BR24» wurden den Festwirten der Erlanger Bergkirchweih im Frühjahr eine Liste mit zwölf Titeln übermittelt, welche die städtischen Gleichstellungsbeauftragten als problematisch empfanden. In einem Brief werden die Wirte dazu angehalten, freiwillig auf das Abspielen dieser Lieder zu verzichten. Die Stadt betont, dass es sich dabei nicht um ein formelles Verbot handle. Ziel sei vielmehr, die Wirte für frauenfeindliche, sexistische und gewaltverherrlichende Passagen zu sensibilisieren, damit das Fest «ein sicheres, respektvolles und fröhliches Ereignis für alle» bleibe.
Als Boes von der Liste erfuhr, habe sie sich noch am selben Tag bei ihrem Kollegen Mickie Krause (56) gemeldet. Er sei ihr Trost gewesen, scherzte sie, denn er habe gleich vier Lieder auf der «schwarzen Liste». Auch «Skandal im Sperrbezirk» der Spider Murphy Gang sowie «Layla» von DJ Robin & Schürze sind auf der Liste zu finden.
Auch ein Song von Vincent Gross war zu schlüpfrig
Auch Vincent Gross (30) hat 2025 Ähnliches erlebt: «Mir wurde gerade ein Song vom SWR verboten, weil er zu ‹anzüglich› ist», berichtete der Basler Schlagerstar damals in den sozialen Medien. Bei der ARD-Sendung «Immer wieder sonntags» habe er seinen Titel «Camping» als Überraschung für seine Fans präsentieren wollen.
Nach der Generalprobe sei jedoch die Sendeleitung eingeschritten. «Ich bin wirklich kooperativ, aber hierfür hatte ich kein Verständnis. Das habe ich in zehn Jahren noch nicht erlebt», wetterte der 30-Jährige. Gegenüber Blick führte er damals aus: «Faktisch geht es im Refrain um einen rüttelnden Campingwagen. Jedem ist die Interpretation selbst überlassen», meinte er damals und erklärte, dass im ganzen Song kein anzügliches Wort drin sei. «Von dem her versteh ich das Drama nicht.»