Darum gehts
- Linda Fäh lebt mit Familie seit 2023 in einer Eigentumswohnung in Einsiedeln
- Ihr neuer Pool mit Salzhydrolyse erfüllt ihren langjährigen Traum
- Erstes Mundart-Album erscheint am 15. Januar 2027, inspiriert von ihrer Heimat
Lio hat alles genau beobachtet. Jeden Morgen trinkt seine Mama, Linda Fäh, zum Frühstück Café crème. Den Bauarbeitern aber, die wochenlang vor seinem Kinderzimmerfenster gearbeitet haben, servierte sie jeweils kleine Espressi. So, wie sie auch sein Papa, Marco Dätwyler, mag. Nun will der Dreijährige wissen, was da los ist. «Mami», setzt er mit ernster Stimme an, «warum trinken eigentlich nur Männer Espresso?» Die Schlagersängerin muss schmunzeln. Sie mag, wie ihr Sohn alles beobachtet und kommentiert. «Aber manchmal ist das auch ganz schön anstrengend, wenn man den ganzen Tag lang Dinge erklären muss.»
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Die Familie sitzt beim Brunch in der lichtdurchfluteten Wohnküche ihrer Eigentumswohnung in Einsiedeln SZ. Es gibt Gipfeli und Rührei, dazu violette Guetzli aus Knete, die Lio in seiner Spielküche zubereitet hat. Er hätte sie auch gern den Bauarbeitern angeboten. Doch deren Arbeit ist getan: Zum Garten der Wohnung, die Linda Fäh und ihr Mann vor drei Jahren gekauft haben, gehört neben Lounge-Ecke, Feuerstelle und Spielplatz neu auch ein privater Swimmingpool.
Damit hat sich Linda Fäh einen Traum erfüllt. Und sich ein Stück Luxus geleistet. Das führte ihr der Hitzesommer 2026 deutlich vor Augen. «Deswegen haben wir uns entschieden, so nachhaltig wie möglich zu bauen.» Eine Salzhydrolyse-Anlage reinigt das Wasser. «So müssen wir es nur alle fünf bis acht Jahre erneuern.»
Beim Wort Pool wird Lio hellhörig. «Mami», fragt er, «können wir nachher schwimmen gehen?» Dafür ist es an diesem Morgen zu kühl, findet Linda Fäh. Die Herbstsonne scheint zwar, aber die Bäume verlieren bereits ihr Laub. «Wenn du willst, können wir Blätter aus dem Wasser fischen», schlägt sie vor. Damit gibt sich der Kleine zufrieden. Er rennt los, um seinen Kescher zu holen.
Ein kleines Reich für jeden
Vom eigenen Pool träumt Linda Fäh schon, seit sie und ihr Mann sich auf die Suche nach einem Eigenheim machten. Eigentlich wollten sie ein Haus bauen. Dann besichtigten sie diese Wohnung. «Ich spürte sofort: Sie ist wie gemacht für uns!» Sechs Zimmer verteilen sich über die Etage. Genug Platz für Individualität. Marco und Linda haben je ein eigenes Schlafzimmer, Büro und Bad. «Diese Rückzugsorte tun unserer Ehe gut!», sagt die 38-Jährige. «So schlafen wir beide viel besser, sind erholter.» Das ist Gold wert mit einem Dreijährigen, der den ganzen Tag Fragen stellt.
Die Räume hat Linda im nordischen Stil eingerichtet: helle Farben, ruhige Formen, dazwischen natürliche Akzente wie der riesige Esstisch aus Eiche. Einen Farbtupfer bildet Lios Reich mit einem Regal voller Kinderbücher und Stofftiere auf dem Zeltbett. Die Matratze dient tagsüber als Kuschelecke. Vor dem Einschlafen lassen Mutter und Sohn hier gemeinsam den Tag Revue passieren. «So lernt er, Gefühle zu benennen, Situationen einzuordnen und dankbar für die kleinen Dinge zu sein.» Auch aus diesem Raum führt eine Tür in ein kleines Badezimmer. «Das wären dann alle Nasszellen», scherzt Linda. Mehr brauchen sie auch nicht für ihr Wohnkonzept vom eigenen kleinen Refugium für jedes Familienmitglied.
Weitere Kinder sind nicht geplant. «Wir fühlen uns zu dritt absolut komplett», sagt Marco. Die gemeinsame Zeit mit Lio ist ihm deshalb besonders wichtig. Einmal habe er gelesen, dass Eltern bis zum Kindergarten bereits 70 Prozent der Zeit mit ihrem Kind verbracht hätten, die ihnen insgesamt bleibe. «Seither versuche ich, jede Minute mit meinem Sohn und meiner Frau auszukosten.»
Der 43-Jährige hat gerade einen neuen Managementjob angetreten und reist viel. «Ich vermisse die beiden sehr, wenn ich nicht bei ihnen sein kann.» – «Und das, obwohl ich nicht die Einfachste bin», wirft Linda ein. Wenn ihr Mutterschaft, berufliche Herausforderungen und Alltag zu viel werden, teilt sie ihre Gefühle ungefiltert mit ihrem Mann. «Er muss dann alles aushalten und auffangen.» Marco betrachtet das aus einem anderen Blickwinkel: «Für mich ist es ein Vertrauensbeweis, dass du bei mir voll loslassen kannst.»
Rückkehr zur Mundart
Auch Linda ist beruflich oft unterwegs. Allerdings nicht mehr ganz so fern der Heimat wie früher. Nach 15 Jahren als Schlagerstar singt sie nun auf Mundart und plant ihre Konzerte hauptsächlich in der Schweiz. Selbst wenn das bedeuten könnte, dass ein Teil ihrer Fans ihre Texte nicht mehr versteht. «Wenn ich Lio beim Aufwachsen zuschaue, erinnert mich das an meine eigene Kindheit. Ich fühle mich meiner Herkunft so verbunden wie nie und möchte das auch in meiner Musik zeigen.»
Auf ihrem ersten Mundart-Album, das am 15. Januar 2027 erscheint, besingt die Miss Schweiz 2009 ihr Heimatdorf Benken SG als Ort, an dem grosse Geschichten beginnen. Ebenso das Matterhorn, das sie als Miss-Schweiz-Kandidatin einst nicht erkannte und Jahre später deswegen bestieg. «Dieser Berg steht für etwas, was ich Lio vorleben will: Fehler sind etwas Gutes, weil man daraus lernen kann.» Auch ihr Grosi, das vor zwei Jahren im Alter von 100 Jahren verstarb, bekommt einen eigenen Song: «Wenn du nöd da bisch».
Marco und Lio hingegen müssen sich noch gedulden, bis Linda ihnen Mundart-Zeilen widmet. «Sie haben ja schon ihre hochdeutschen Lieder. Und die sind noch brandaktuell», erklärt Linda. Für Marco schrieb sie zur Hochzeit 2017 den Song «Ja», für Lio nach der Geburt «Neue Liebe». Auch die neue Wahlheimat hat bislang keinen eigenen Song erhalten. Dabei fühlt sich Linda Fäh in Einsiedeln pudelwohl. Seit drei Jahren lebt die Familie schon am Fuss der Mythen und möchte nicht mehr weg. «Man hat alles vor der Haustür: Sihlsee, Skigebiete, Einkaufsmöglichkeiten.» Hier zu wohnen, sei wie Ferien, schwärmt Linda. Der neue Pool verstärkt dieses Gefühl. «Für mich macht er unsere Wohnung zu meinem absoluten Traumzuhause.»