«Ich hatte niemanden mehr in meinem Leben»
Bushido konnte wegen Angstzuständen das Haus nicht mehr verlassen

Das letzte Jahr war für Bushido und seine Familie alles andere als leicht. Gleich mehrere Tiefschläge setzten ihm so sehr zu, dass er starke Angstzustände entwickelte.
Kommentieren
1/6
Bushido litt an starken Angstzuständen.
Foto: IMAGO/Eventpress

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bushido (47) litt 2025 unter Panikattacken und Ehekrise mit Trennung.
  • Sein Sohn Djibi (12) erlitt 2025 einen schweren Unfall mit Not-OP.
  • Therapie: Bushido suchte täglich Hilfe, jetzt wöchentliche Sitzungen.
Sophie_Ofer_Redaktorin People Desk_Blick _ Ringier AG_3.jpg
Sophie OferRedaktorin People

Das Image des Rüpel-Rappers und «harten Kerls» hält Bushido (47) seit vielen Jahren erfolgreich aufrecht. Doch ab und zu lässt der 47-Jährige seine verletzliche Seite durchblitzen. So auch jüngst in seinem Podcast, den er mit seiner Frau Anna-Maria Ferchichi führt. 

Bushido gesteht, im vergangenen Jahr an heftigen Angstzuständen und Panikattacken gelitten zu haben. Seine Ängste seien so extrem gewesen, dass er zeitweise das Haus nicht mehr verlassen konnte.

«Hatte niemanden mehr in meinem Leben»

Das letzte Jahr war für die Ferchichis, gelinde gesagt, aufreibend. Ab Herbst lebten Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heisst, und seine Frau Anna-Maria ein halbes Jahr lang getrennt. Was folgte, war eine ausgewachsene Ehekrise. «Die gesamte Angst lag auf mir wie eine Bleiweste bei der Röntgenaufnahme. Allein die Tatsache, dass meine Frau nicht mehr meine Frau ist und meine Kinder ohne Mutter und Vater aufwachsen», sagt Bushido gegenüber «Bild» über die Zeit. «Ich habe plötzlich gemerkt, dass ich niemanden mehr in meinem Leben habe.»

Die achtfachen Eltern verbargen die Eheprobleme, so gut es ging, vor den Kindern. Um zu verheimlichen, dass er abends in seine eigene Wohnung fuhr, stand Bushido morgens vor 6 Uhr bei der Familie auf der Matte. Doch der Zustand belastete den Rapper stark: «Ich sass abends auf der Terrasse und war jeden Abend sehr, sehr traurig.» 

«Du verlierst diese ‹positive Naivität›»

In dieser Zeit belastete den Rapper nicht nur seine zerrüttete Beziehung, sondern auch die Angst um seinen Sohn Djibi (12). Im Sommer 2025 erlitt dieser einen lebensbedrohlichen Unfall. Bei einem Ausflug ans Meer in Ras al-Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) verunfallte er auf einem «Wasser-Sofa», das hinter einem Boot hergezogen wurde. Dabei erlitt er eine tiefe Schnittverletzung am Arm, ein Seil hätte diesen beinahe unter der Achsel durchtrennt. Eine Not-OP war nötig. 

Nicht nur für das Kind war der Unfall einschneidend, auch Bushido nagte lange an dem Vorfall. «Du verlierst diese ‹positive Naivität›. Genau das, was dich immer wieder morgens dazu bringt, rauszugehen», erklärt er in der neuen Folge seines Podcasts «Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi».

All die emotionalen Turbulenzen gingen nicht spurlos an Bushidos Psyche vorbei. «Du weisst selbst, dass bei mir meine Angstzustände extrem schlimm waren, dass ich teilweise nicht rausgegangen bin, ich dir das oft nicht erzählt habe. Du dachtest, dass ich teilnahmslos bin», sagt er zu seiner Frau. 

Bushido verdrängte die Angst

«Warum hast du es mir eigentlich nie erzählt? Du weisst, das hätte unsere Ehe … das hätte so viel geändert», entgegnet Anna-Maria Ferchichi nachdenklich. Doch Bushido erklärt, er habe die Angst «immer weggedrückt». Er zog sich zurück: «Ich musste schon manchmal weinen, bin dann aber ins Badezimmer gegangen.» Doch irgendwann sah er ein, dass er Hilfe brauchte und ging zur Therapie – siebenmal die Woche.

Mittlerweile hat sich die Familie von der Krise erholt; der Rapper und seine Frau konnten ihre Ehe nach der schweren Zeit wieder kitten. Bushido sieht seine Therapeutin noch immer einmal pro Woche. Zu «Bild» sagt der Rapper zuversichtlich: «Es ist etwas Gutes aus der Krise hervorgegangen.»


Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen